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Bericht von Barbara Hägi aus Südindien

Autor: Barbara Hägi
Sali zaemme
Ich wieder am Herumreisen, … wie schoen,… Nach meinem Kurzaufenthalt vor 2 Jahren in Delhi sowie Agra kann ich waehrend zwei Monaten mehr von Indien kennenlernen. Ich und die Drittweltlaender. Im Gegensatz zu meiner Zentral-
und Suedamerikaresie beherrsche ich keine der 12 Landessprache Indiens und meine Zeit ist auf nur 2 Monate beschraenkt. Was habe ich bis jetzt alles
schon erlebt …..
15.4. Ich hatte einen Direktflug Zuerich – Mumbai. Da ich um 10 Uhr abends landete nahm ich ein Taxi zu meinem Hotel im Zentrum. Die 1 ‰ Std. Taxifahrt waren sehr eindruecklich. Die Leute schliefen auf der Strasse, Slums. Mein Hotel lag in Colaba, dort war die Welt hingegen in Ordnung.
16.4. Ich lief im Quartier herum, schaute das Gateway of India und das Hotel Taj Mahal von aussen an. Dann nahm ich ein Boot zur Elephanta Island. Auf der Insel ist die Hauptattraktion die drei Hoehlen, welche zwischen 450 und 750 n.Chr. geschaffen wurden. Vorallem der in den Stein gemeiselte
3-koepfige Shiva war bemerkenswert. Ich entschloss mich, noch heute Nacht den Bus nach Goa zu nehmen. Mumbai war mir zu gross. Jene Male wurde ich beim Strasse ueberqueren fast plattgefahren. Muss mich zuerst noch daran gewoehnen, dass hier Linksverkehr herrscht, und ich eben umgekehrt schauen muss.
17.4. Ich hatte eine Sleeper-Bus mit TV genommen. Trotzdem kam ich ziemlich zerknittert in Margao (Suedgoa) an. Ich entschied, am Strand von Benaulim
ein Zimmer zu nehmen. Ich sah mir nachmittags in Old Goa die Kirchen und Kathedralen, welche im 16. Jhd. von den Portugiesen gebaut wurden, an. Auch die Stadt Panaji geviel mir, vorallem der Marktbesuch.
18.4. Fruehmorgens machte ich eine Strandwanderung suedwaerts. Fischer flickten die Fischernetze, Holidayressort mit Helikopterlandeplatz und Golfplatz,… Das Meer war lauwarm. Auf dem Weg vom Strand zur Hauptstrasse unterhielt ich mich mit einem Mann aus Nepal, welcher hier arbeitet.
Waehrend der Nacht nahm ich den Bus nach Hospet.
19.4. Die Fahrt war eben ja,… warm. Einige Leute standen die ganze Nacht im Bus. Ich ging weiter nach Hampi und nahm dort ein Zimmer, duschte und machte mich auf die Erkundung der beruehmten Ruinen von Vijayanagar. Die Stadt wurde im Jahre 1336 vom Telgu-Prinz (Hindu) gegruendet. Tempel, Tempel, Palaeste, bruetende Sonne,… Mittags duschte ich, pflegte meinen Sonnenbrand und ging dann zum Vittala-Tempel hoch. Abends schlief ich nicht in meinem Zimmer, sondern im Bus nach Mysore.
20.4. Bei der Ankunft war ich von der roten Erde rot paniert. Zwei Naechte im Bus waren selbst fuer mich zuviel. Dafuer nahm ich ein sehr schoenes Hotelzimmer. Stadtbesichtigung, d.h. City Palace anschauen, wau, dann mit dem Bus auf den Chamundi Hill, wo natuerlich ein Tempel stand, und
Marktbesuch. Abends ass ich im Hotel “Thali”. Ich erhielt auf einem Silbertablett eine grosse Schale Reis und 7 kleine Schaelchen mit diversen Saucen. In der Mitte waren noch frittierte Brote. Ein richtiges Festmahl. 21.4. Morgens wurde mir die Zeitung in Englisch unter der Tuer
durchgeschoben. So wusste also, dass der neue Papst ein Deutscher ist. Ich nahm den Bus nach Ooty. Die Fahrt fuehrte durch den Bandipur Nationalpark, sah aber keine Tiger, sondern nur Pfaue. Dann kamen die Teeplantagen. Ooty ist eine auf 2240 m Hoehe in den Nilgiri Hills gelegene Stadt, die von den Englaendern gegruendet wurde. Mir gefiel es dort ueberhaupt nicht, und so nahm ich nach einer Stunde den Bus nach Coimbatore. Die Fahrt runter war sehr spannend, eine Kurve war enger als die andere. Abends kam ich in Coimbatore an und wurde erstmals beim Aussteigen aus dem Bus nicht von irgendwelchen Jungs, die mir ein Hotelzimmer andrehen wollten, und von den oberaufdringlichen Autorickshaws-Fahrer (Taxi) belaestigt.
22.4. Coimbatore hat 1,45 Mio. Einwohner und ist eine Industriestadt. Ich wollte mal das Zugsystem von Indien testen. Nach 1.20 Std. Verspaetung kam endlich der Zug an die Kueste nach Ernakulum. Zugfahren hat natuerlich den Vorteil, dass man nicht den Abgasen und dem ewigen Gehupe ausgesetzt ist.
Man ist irgendwie naeher an der Natur. In Ernakulum nahm ich die Faehre nach Kochi, wo ich mir die aelteste von den Portugiesen gebaute Kirche Indiens
aus dem Jahre 1503 anschaute. Kochi war mir zu sehr touristisch und so nahm ich den Bus nach Alappuzha. Ich sass vorne rechts. Diesen Platz werde ich nie mehr nehmen, denn ich dachte der Bus haette jene Velo- und Toeffahrer (natuerlich ohne Helm) angefahren. Geht das vielleicht kriminell zu auf den
Strassen Indien. Mein Busnachbar war einige Jahre in den Arabischen Emiraten arbeiten gegangen. Von den Kerala-Leute arbeiten viele im Ausland und koennen somit Geld nach Hause senden.
23.4.Alappuzha ist der Ausgangspunkt fuer Backwater-Touren. Da mir aber 8 Std. auf einem Boot zu lange sind, nahm ich ein normales Personenboot nach Kottayam. Vorne sassen die Maenner und hinten im Boot die Frauen. Die diversen Kanaele und Seen waren natuerlich sehr sehenswert, aber noch mehr interessierte mich, wer wo aus- und einstieg. War eine unvergessliche dreistuendige Bootsfahrt. Das Kerala-Volk ist sehr freundlich, laecheln
immer, sind offen. Leider verstehe ich kein Malayayam, die Landessprache von Kerala. Von Kottayam nahm ich den Bus nach Kumily. Mit dem Boot um vier Uhr konnte ich gerade noch eine Tour im Periyar Nationalpark machen. Leider sahen wir keine Elefanten und Tiger, sondern nur Bueffel und irgendwelche Rehe. Das Abendessen nahm ich mit Jennifer aus den USA ein.
24.4. Morgens um sechs Uhr wurden Jennifer und ich von zwei Fuehrern fuer einen Dschungeltrekk abgeholt. 4 Std. lang liefen wir rauf und runter,
jagten den Bueffeln nach, begutachteten Tigerpfotenabdruecke und Elefantenkot. War ein tolles Erlebnis. Anschliessend machten wir noch eine Specietour (Gewuerze), d.h. wir liessen uns in diverse Kraeutergaerten fahren und lernten die Pflanzen Muskatnuss, Nelken, Ingwer, Vanille, etc. kennen.
25.4. Um sechs Uhr morgens nahm ich den Bus nach Munnar, welches auf 1520 m Hoehe liegt und eine Teeanbaustadt ist. Nach dem Einchecken im Hotel nahm in den Bus zur Top Station, welche auf 2200 m liegt. Oben angekommen, sah ich
ausser Nebel nichts. Ich lief dann retour und auf einmal hoerte ich im Nebel Stimmen. Teepfluecker am Arbeiten wurden sichtbar. Sie pflueckten den Tee nicht von Hand, sondern hatten Scheren mit einem Auffangsack dran. Sehr interessant. Auf dem Retourweg schaute ich mir noch den Kundala-Damm und Mattupatty-See an. Munnar gefiel mit ausserordentlich, es auch schon kuehl hier oben, und ich konnte nachts wunderbar schlafen.
26.4. Sehr frueh morgens nahm ich den Bus und was ich sah, haute mich fast aus den Socken, Tee, Tee, Tee, Teefabriken, Behausungen der Teepflucker, irgendwann wurde es tropischer und die Palmen kamen. Fuer nach Kodaikanal musste ich in Palami umsteigen. Schaute mir den Gemuese- und Fruechtemarkt an. Die anschliessend 47km lange Fahrt nach Kodaikanal war einmalig, der Bus quaelte sich die Kurven hoch, .. Kodaikanal lag auf 2100 m Hoehe. Es liegt auch in den Ghats-Bergen, welche sich ueber 1400 km von Mumbai bis in den Sueden erstrecken. Kodaikanal wurde von den Amerikanern gegruendet und ist das Touriort schlechthin. Die Inder haben April bis Juni Ferien und
verstopften den Ort dermassen, dass ich nach dem Abmarschieren des Coakers-Walks den Bus nach Madurai nahm.
27.4. Madurai, 1,2 Mio Einwohner, die Hauptattraktion ist die Tempelanlage
Sri Meenakshi. Wirklich wunderschoen, vorallem um sechs Uhr morgens, wenn es noch nicht soviele Leute hat. Markt kennenlernen und Besuche des Tirumalai Palace und Gandhi Memorial Museums waren angesagt. Mittags nahm ich den Bus nach Kanyakumari. Muehsame, sehr heisse Fahrt. Vor mir uebergab sich ein Maedchen aus dem Fenster, und bei mir kam es wieder rein. Igitt. Die Inder waschen sich, indem sie sich Wasser aus einem Kessel mit dem Litermass ueber sich giessen. Ich benutze diesen Kessel jeweils um gerade die Kleider zu
waschen. Sehr praktisch. Koerper- und Kleiderwaschen in einem. Dank dem Ventilator im Zimmer ist die Waesche schon in 5 Std. trocken. Abends ass ich in einem Restaurant”Biriyani”-Reis. Mit Not und Muehe konnte ich die Haelfte runterbringen. Ich hatte das Gefuehl, dass alle Gewuerze, die ich auf der Specietour kennengelernt habe, auf meinem Teller vorhanden waren. Biss auf eine Naegeli, ein Stueck Zimt,… war mir viel zu scharf.
28.4. Kanyakumari ist die suedlichste Stadt Indiens. Hier treffen der Bay of
Bengal, Indian Ocean und Arabian Sea zusammen. Der Sonnenaufgang genoss ich sehr. Am gleichen Horizont sah man auch den Mond, was nur im Monat April moeglich ist. Es ist auch eine Pilgerstadt, die Hindus besuchen den Tempel
und baden im Meer. Ich besuchte mit der Faehre das Vivekandanda Memorial. Er war ein beruehmter Philosoph und ihm ist eine 40 m Statue auf einem Fels
mitten im Meer gewidmet. Abends nahm ich den Bus nach Ramaswaram. Der Bus hatte keine
Fenster, sondern nur schwarze Rolladen, welche natuerlich waehrend der Fahrt oben blieben. D.h. zweites T-Shirt um den Hals wickeln und Nastuecher in die Ohren stopfen. Ein Thailaender war auch im Bus.
29.4. Um halb fuenf Uhr morgens kamen wir in Ramaswaram an. Ich fuehlte mich ziemlich lausig, staubig, klebrig, muede. Wir gingen den Ramanathaswami Tempel, welcher schon um vier Uhr geoeffnet ist, anschauen. Konnten auch ins innern sanctum reingehen, was eigentlich nur fuer Hindus erlaubt waere.
Fuhren dann zum Kothandaraswamy-Tempel, welcher etwas ausserhalb liegt, umgeben vom Meer und nur ueber einen Damm erreichbar ist. Um neun Uhr hatte
ich genug von der sehr wichtigen Pilgerstadt der Hindus und nahme den Bus nach Tirchirappalli. Die Strasse war in einem sehr schlechtem Zustand, d.h.
7 Std. holper, holper fuer 230 km. Die Sprache Tamil geht mir schoen auf den Keks. Die sagen nach jedem Satz maeh, maeh,.. ich hatte das Gefuehl, ich haette lauter Ziegen im Ruecken. In Trichy wollte ich noch schnell das Fort anschauen gehen, aber bis ich dort war, war es auch schon dunkel. Der Abendverkehr in den Grossstaedten Indies ist zum Davonlaufen. In solchen Momenten will ich jeweils nur noch die Zimmertuere hinter mir schliessen, duschen und meine Ruehe haben. Spaetestesns nach dem Tagebucheintrag ist meine Welt jeweils wieder in Ordnung.
30.4. Morgens um sechs Uhr ist alles anders. Zuegig fuhr mich der Bus zum 73 m hohen Srirangam-Tempel. Wunderschoen. Ich lief dann zum versteckten und mehr im Gruenen liegenden Tempel Sri Jambukeswara. Dort leben sogar Kuehe und ein Elefant. Dann ging es mit dem Bus zum Fusse des Forts. Das Erklimmen der 437 Treppenstufen war es wert, denn von oben genoss ich eine herrliche Aussicht. Waehrend der 1‰- stuendigen Fahrt nach Thanjavur hielt ich mein Mittagsschlaefchen. Erkundung der Brihandiswhara-Tempel, welche nicht farbig angemalt, sondern normal braun waren. Der letzte Turm von einer Hoehe von 62 m hat mich sehr beeindruckt. Der Besuch des Palace mit der Durbar Hall, Bell Tower und den vier Mueseum standen auf dem Programm. Abends fuhr ich nach Chidambaram.
1.5. Chidambaram ist eine gemuetliche Stadt mit nur 68000 Einwohnern. Der Nataraja Tempel ist die Attraktion. Ich schmuggelte mich um 6 Uhr morgens sogar ins innern santum herein. Auf einmal hoerte ich Glocken laeuten, alle Leute rannten in eine Ecke, ich hintenrein. Dort wurde eine Figur auf eine Trage gestellt und dann an einen anderen Ort getragen. Musiker begleiteten den Umzug. Anschliessend beruehrten die Leute die Kissen der nun leeren Trage. Ich verstehe das Ritual nicht ganz, aber ich bin auch keine Hindu.
Ich fuhr dann nach Pondicherry. Die Franzosen haben sich anfangs 18 Jhd. hier niedergelassen. Ich verlief mich auf dem Weg zur Beach fuerchterlich.
Irgendwann kam ich dann doch beim Government Square und dem Ghandi Square an. Auf dem Rueckweg zum Busbahnhof besuchte ich noch den Botanischen Garten. War kein Hit. Sonntags sitzen viele Inder in den oeffentlichen
Paerken. Die Nacht verbrachte ich in dem Travellerort Mamallapurma, in einem Hotel direkt an der Beach.
2.5. Ausser der Beach hat aber der Ort auch noch diverse archaelogische Staette zu bieten. Vom 5 – 8 Jhd. war sie die Stadt der Pallava-Koenige von Kanchipurma. Der Shore-Tempel stand fast im Meer draussen, die Arjunas Penance waren wunderbare in Stein gemeisselte Zeichnungen, hatte auch noch viele andere Tempel auf Felsen und in Hoehlen. Wirklich eindruecklich. Ich nahm dann den Bus nach Chennai. Hatte aber keine Lust mich mit der 6.4 Mio Einwohner-Stadt auseinanderzusetzen und nahm direkt eine Bus nach Tirupathi, welches 155 km entfernt lag. Erstmals nahm ich ein Hotel, welches nicht in einem meiner zwei Fuehrer (India Lonely Planet fuer die Grobplanung und der Footprint India fuer mehr Detailinformationen) steht. D.h. erstens die erste Stunde kein Strom, also kein Licht und Venti, zweitens kein Wasser und
drittens am naechsten Tag musste ich eine Stunde warten, bis ich das Depot zurueck erhielt.
3.5. Tirupathi ist der Ausgangspunkt zum Besuch des Hindu-Tempel Venkateshware, welcher auf einem Huegel in Tirumala liegt, 10000 Personen besuchen ihn taeglich. Ich ging morgens um 6 Uhr auf den Bus, am Ausgang der Stadt mussten wir ein Ticket kaufen, dann kam der Checkpoint mit Gepaeckkontrolle und dann gings den Huegel rauf. Ich stand irgendwo an und stand auf einmal in der Haarschneide-Halle. Viele Hindus lassen sich hier
die Haare abrasieren. Ganze Tonnen voll Haare sah ich. Ich lief dann in Tirumala herum, beobachtete die Pilgerer und besuchte das Museum. Auf den Besuch des Darshan (Priester), verbunden mit zuerst stundenlangem Anstehen, verzichtete ich. Abends nahm ich den Zug nach Secunderabad-Hyderabad. In einem Sleeperwagen hat es 72 Betten. In meimen Sechser-Abteil waren nur Frauen, und ich hatte das oberste Bett links.
4.5. Ich schlief im Zug so wunderbar, dass ich gerade das naechste Ticket nach Aurangabad loeste. Ticket loesen, d.h. in einer Schlage anstehen, Formular fassen, Formular mit Zugnummer, Adresse, etc. ausfuellen, nochmals anstehen, das Formular abhaeckeln lassen. Bei einer anderen Schlange anstehen. Dort erhaelt man dann gegen Bezahlung das Ticket. Ich kam nur auf die Warteliste, d.h. hatte kein Bett auf sicher. Dauer des Ticketkaufes 50
Min,. Kosten des Tickets 256 Ruppies (1 sFr. = 34.10 Ruppies). Es blieb mir denoch genug Zeit, um die Sehenswuerdigkeiten von Hyderabad abzuklappern. Golconda Fort, schnauf, schnauf, viele Treppenstufen waren zu bewaeltigen, Charminar und die groesste Moschee Suedindiens, die Mecca Masjid. Es hat in Hyderabad sehr viele Moslem-Frauen, die schwarze Kleider, Kopftuecher und teilweise sogar Handschuhe tragen. Im Bus sitzen die Frauen jeweils vorne, hinten die Maenner. Ich hatte im Zug nach Aurangabad doch noch ein Bett. Aussen beim Wagen drei war mein Namen mit der Bettnummer angeschlagen. Im Abteil sass ein Numerologe und Astrologe. Er studierte mein Geburtsdatum, –
zeit und linke Hand und dann erhielt ich eine Gratisberatung. Was er sagte, verrate ich nicht.
5.5. Gepaeck im Hotel lassen, duschen und dann gings nach Ajanta. Dort gab es in einem Halbkreis 30 Hoehlen zu besichtigen. In einigen hatte es sogar farbige Zeichnungen. Die aelteste ist aus dem Jahre 200 v.Chr. Toll. Nach drei Stunden Busfahrt war ich wieder in Aurangabad. Ich ging das Fort von
Daulatabad anschauen. Der Aufstieg war ganz schoen anstrengend. Dann habe ich die beste Wassermelone meines Lebens gegessen. Ein Gedicht, so aromatisch. Ich ernaehre mich mehrheitlich von Fruechten und Gemuesen. Die Bananen, Mandarinen, weissen und blauen Trauben, Kokosnuesse, Mangos, Ananas, Gemuesegurken, etc. sind so lecker. Manchmal kaufe ich auf dem Markt auch Tomaten, Zwiebeln und Lemonen und mache einen Salat.
6.5. Frueh morgens besuchte ich das Bibi ka Maqbara, das Mausoleum fuer Aurangzeb`s Ehefrau. Ein kleiner Taj Mahal sozusagen. Dann standen die Hohlen von Ellora auf dem Programm. In Ellora hat es auch Buddisten-, Hinduisten- und Jainhoehlen. Teilweise wurden Kunstwerke, welche sich ueber drei Stockwerke erstrecken, aus dem Felsen gehauen. Wirklich sehenswert. Das Gelaende war weitlaeufig. In dieser Jahreszeit natuerlich alles braun, ausgetrocknet, duerre. In Aurangabad besuchte ich den Zoo und den Stadtpark. Die Tiere lagen wie Tod in ihren Kaefigen. Ist ja auch kein Wunder bei der
Hitze von 44 Grad. Um sechs Uhr abends nahm ich den Bus nach Ahmadabad.
7.5. Ich sass bis 19.30 Uhr abends in den stinkigen, heissen, klebrigen
Bussen zu hocken. Die lange Reise fuehrte mich nach Udaipur, welches bereits im Sueden von Rajasthan liegt.
Was ich hier und auf der weiteren Reise im Norden Indiens alles erlebe, erfaehrt Ihr im naechsten Mail. Odi, Ruedi vom LCR und Erich vom LSV koennt dieses Mail auch an die anderen weiterleiten.
Ich danke fuer Eure Aufmerksamkeit und freue mich sehr ueber Mails von Euch.
Viele Gruesse von Babs, Barbara, Babsita oder wie auch immer.

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