Standardbild Berichte

Trainingslager Toscana 2006; 2. Woche

Autor: Florian Hilti
Fortsetzung…
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Während die einen gingen, kamen die anderen. Olivier und Nathalie erreichten unser Lager nach einer Woche in Sion bereits am späten Freitagabend. Leider kamen die beiden Romand für ihren Karaoke-Auftritt knapp zu spät. Am Samstag wechselten dann auch Stephen und Valerie vom TV Bösingen-Camp an der Adria ins LCR-Lager in Massa Marittima. Gleichzeitig kamen, ebenfalls nach einer Geduldsprobe im Stau, Lilo, Heidi und Werner an. Im Gepäck hatten sie Geburtstagskind Stephan, den Rookie im LCR-Team.
Die anderen, von der ersten Woche gezeichneten Athleten besichtigten an ihrem Ruhetag das pittoreske Städtchen Castiglione della Pescaia und erholten sich dann am Strand beim Sonnen, Baden und Sonnenbaden. Und beim Kubb-Spielen, was viele Passanten zum Stehenbleiben verleitete. Ob es nur wegen der Neugier an diesem eigenartigen Wikinger-Spiel oder doch auch wegen den gutaussehenden Spielern war, konnte bei manchen Frauen nicht genau ausgemacht werden.
Am Sonntag stand dann wieder das Training im Mittelpunkt. Das Sprinttraining am Vormittag verlief verletzungsfrei und bis auf kleinere sprachliche Verständigungsschwierigkeiten beim Start (Lass nie einen Welschen das Startsignal geben!) auch problemlos. Beim nachmittäglichen Dauerlauf waren nach 90 Minuten nur noch zwei am Laufen. Langstreckler Stephen war natürlich froh über Knill’s Erkenntnis, dass ihm noch 20 km für sein Wochenziel von 100 km fehlten.
Am Montag reiste bzw. raste dann auch das letzte Lager-Mitglied Primus an. Am Nachmittag ging’s auf die Bahn. 4*800m und 4*200m stand auf der Speisekarte. Da wünschten sich vermutlich die meisten zu Mirco, der gleichzeitig eine erholsame Wellness-Woche in Tirrenia verbrachte. Während mir uns auf der Bahn abmühten, konnte er sich mit Vögi und dem Österreicher Weidlinger (Stadtlauf-Sieger in Basel) bei einem leichten Footing vergnügen (5*1000m in 2’50“-2’30“ mit sehr kurzen Pausen!!!). Immerhin konnte uns Heidi nach den Trainings jeweils wieder fit massieren.
Am Dienstag gab’s einen langen Dauerlauf und einen freien Nachmittag. Ruedi und Werni nutzten diesen, um unsere Tempodauerlauf-Stecke auf der langen Graden (hoffentlich) dauerhaft mit Vermessungsnägeln zu versichern. Der Abend stand dann ganz im Zeichen von Fussball. Vielmehr ging es die ersten 60 Minuten darum, wie man beim tollen, neuen und grossen Flachbildschirm an der Rezeption mit Satellitenempfänger und 500 Sendern das Champions-League-Spiel rein bekommt. Schliesslich ergaben wir uns der Technik und kehrten mit hängenden Köpfen in unsere Unterkunft zurück, wo wir zu unserem Erstaunen dann doch noch den Rest des Spiels auf dem Mini-Fernseher sehen konnten. Das Highlight des Spiels kam sowieso erst in der 88. Minute, als der verängstigte Riquelme mit seinem Penalty der neuen Nummer 1 im deutschen Tor half, seine Position zu festigen. Armer King Kahn!
Am Mittwoch gab es für die meisten einen mittel-intensiven Dauerlauf. Nur unsere beiden Bayern (Anm. d. Red.: Oli kommt von dort und Bouy heisst so!) wollten lieber Hügelsprits machen. Am Nachmittag noch DL und nach
sensationellem Essen wieder Fussball. Koch Salvatore war auch in diesem Jahr eine Klasse für sich und brachte es erneut nicht fertig, uns etwas zu kochen, was wir nicht absolut delikat fanden.
Donnerstag
Freitag
Der zügige Dauerlauf am Donnerstagvormittag war im Stil der Deutschen Kader-Athleten gehalten. Zu schnell begonnen und dann noch gesteigert. Natürlich hatte keiner der LCR-Läufer daran gedacht, dass Pacer Bouy auf das Bahntraining vom Freitag verzichtete und einige von uns (und vermutlich auch sich selber) deshalb bewusst an unsere Leistungsgrenze treib. Der anschliessende Kochkurs bei Salvatore wurde so für manche zum Kampf gegen die Müdigkeit.
Abends wurde nochmals tabuisiert. Dank diesem Spiel konnte unser Wortschatz entscheidend erweitert werden. Keiner wird sich in Zukunft mehr fragen, was Nippes sind und wieso man diese beim Synonym zu Fissematenten, also Tinnef, nicht erwähnen darf.
Das schnelle Bahntraining lief für alle nochmals gut bis sehr gut. Am Mittag hiess es dann für unsere Gäste aus Liestal und Bösingen sowie für den Autor dieses zweiten Berichts:
Ciao Massa Marittima!
Deshalb geht dieser Bericht hier auch nicht mehr weiter! Zu erwähnen sei nur noch, dass alle bis spätestens am Samstagnachmittag heil in Zürich gelandet sind.
Danke an alle, die dieses Lager möglich gemacht und bereichert haben! Es war wieder mal super! Und macht mir kein Tinnef!

X