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Trainingslager in Australien (Teil 1)

Autor: Melanie Annaheim
Hoi zäme!
So, nun bin ich schon einige Tage hier in Caloundra und habe mich mehr oder weniger eingelebt.
Die Ankunft war nicht so toll. Es hat in strömen geregnet, ich war müde von der langen Reise und hatte schon etwas Heimweh. Ausserdem hatte es in unserer Wohnung natürlich weder etwas zu Essen, noch Putzmittel oder sonst was. Somit mussten wir erst mal einen Grosseinkauf starten und uns einrichten.
Am zweiten Tag absolvierte ich dann meine ersten Trainings, was eher unter Bewegungstherapie ging. Das Gefühl hatte noch Steigerungspotential.
Gestern hatten wir das erste Mal ein Open Water Schwimmtraining im Meer. Dort, wo ich in zwei Wochen am Start stehen werde. Auch da habe ich noch viel Steigerungspotential.
Der Start wird am Strand sein. Beim Knall rennen einfach alle Athleten ins Meer hinein und dann wird geschwommen. Hier, wo wir sind, ist das Surfer Paradies und es hat natürlich sehr viele und hohe Wellen. Somit gestaltet sich das Hineinrennen auch etwas schwieriger! Gestern bin ich auf jeden Fall schon zweimal auf die Nase gefallen. Wir werden noch zwei, drei Trainings mit einem Lifeguard haben, der uns die schnellste Technik beibringen wird.
Das wird so aussehen:
Zuerst soweit wie möglich hinein Rennen bzw. springen (die Füsse müssen übers Wasser). Dann in die Wellen hinein tauchen und sich evt. am Grund festhalten, damit man nicht wieder ans Land gespült wird, und irgendwann kann man dann mit schwimmen beginnen. Das Schwimmen ist natürlich auch total anders, als ich es gewohnt bin. Gestern wurde es mir zu Beginn übel vor lauter Wellengang!!!! Und dann kommt wieder das Hinausschwimmen an Land. Da sollte man eine gute Welle erwischen, und mit Ihr an Land „surfen“. Also sind gute Bodysurfer gefragt. Dies haben wir gestern natürlich auch noch geübt! Uiuiui, es hat mich mehrere male „überrüert“ und habe bereits einige Kampfspuren vom Sand. Werde dies jetzt jeden zweiten Tag üben, damit ich in zwei Wochen ein Profi bin!!! Mit Vorteil, dass der Strand 50m vom Haus entfernt ist, ist das auch kein Problem.
Die Infrastruktur allgemein ist natürlich genial! Auch das Ganze drum herum. Vorgestern hatte ich z.B. am Morgen um 6 Uhr ein langsames Lauftraining am Strand entlang! War wunderschön! Konnte bereits in kurzen Hosen und Top joggen (war ca. 25 Grad), es hatte schon einige Surfer draussen und auch sonst war ich nicht alleine! Hier ist der ganze Tagesablauf nach vorne verschoben! Die Menschen stehen zwischen 5 und halb 6 Uhr auf und machen dann ihren Sport. Denn am Abend ist es bereits um 7 Uhr dunkel….
Die Geräusche sind natürlich wie schon in Japan auch ganz speziell. Am Morgen habe ich das Gefühl, als würde ich in einem Zoo aufwachen! Dann sitzen auf dem Baum vor meinem Zimmer die buntesten Vögel.
Heute Morgen bei einer Radausfahrt (Start um 6 Uhr J) bin ich dann auch meiner ersten Schlange begegnet….
Ihr seht, habe schon wieder einiges Erlebt und viele neue Eindrücke gesammelt! Ich hoffe, Ihr versteht alles! Habe einfach von der Leber Weg geschrieben!
Werde mich bald wieder melden!
Liebe Grüsse von der anderen Seite der Erde Melanie
Foto 1 – Mein Nachbar auf dem Flug Tokyo-Brisbane Foto 2 – In solchen Wellen schwimmen wir….
Foto 3: Ich beim fallen

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