Autor: Alexandra Bosshard
Samstag
Am Morgen des 28.April 2007 trafen sich 50 Athletinnen und Athleten mit ihren Trainern und den Organisatoren am Bahnhof Regensdorf. Überall herrschte Hektik und die allerbeste Laune.
Dieses Jahr verschlug es uns nun schon zum dritten Mal nach Schüpfheim LU. Nach einem kleinen Marathonlauf von Bahnhof zu Bahnhof, kamen wir endlich bei unserem Lagerhaus an. Sofort wurden die Zimmer gestürmt. Hungrig stürzten wir uns dann in den Esssaal, wo uns schon ein schmackhaftes Mittagessen erwartete.
Während die Küchengruppe ihr Talent in der Küche unter Beweis stellte, konnten die Anderen sich für das Nachmittagstraining ausrüsten. In unseren Trainingsgruppen brachen wir gestaffelt zu der, von uns gemietete, Sportanlage (Moosmätili) auf. Doch Heute mussten wir uns den Platz mit den Fussballern teilen. Und auch weitere Probleme liessen nicht auf sich warten; Bei den
60m-Übungen stürzte Anja unglücklich und musste in den Spital gefahren werden.
Am Abend sanken alle todmüde in ihre Schlafsäcke. Im Wissen, dass Morgen der berüchtigte Geländelauf statt finden würde schliefen wir ein.
Sonntag
Laute Musik riss uns am nächsten Tag aus den Federn. Doch später sassen alle munter am Morgentisch. Und als wir uns zur Sportanlage begaben, wurden noch die letzten wachgerüttelt.
Um 12:00 Uhr trafen sich dann alle wieder im Esssaal. Heute gab es leckere Sandwichs die wir alle gierig verschlangen. Und danach konnte man sich schon seine Startnummer krallen. Nun galt es abzuwarten und sich mental auf den heutigen Lauf vorzubereiten.
Doch dann wurde es Ernst. Nachdem jede Gruppe den 1.2km-langen Geländelauf abgejoggt hatte, startete schon die erste Serie. Je nach Alter musste man eine oder zwei Runden laufen. Im Ziel gab es sofort etwas zu trinken. Danach wurden wir per Kleinbus zum Moosmätili befördert. Dort konnten wir duschen und anschliessend zum Lagerhaus zurück kehren.
Heute hatten wir ein ganz spezielles Abendprogramm: Es fand nämlich der traditionelle Spielabend statt. Hier ging es darum, die Leute kennen zu lernen. Es wurden verschiedene Spiele gespielt, gelacht und noch viel mehr fotografiert. Müde aber glücklich versanken wir dann in einen friedlichen Schlaf.
Montag
Wie am Vortag trainierten wir am Morgen was das Zeug hielt. Doch wir durften uns auf einen spannenden und interessanten Ausflug am Nachmittag freuen. Dieser führte einen Teil in den berühmten Gletschergarten in Luzern. Den anderen ins IMAX-Kino des Verkehrshauses Luzern. Dort konnten wir einen speziellen 3D-Film über die Wunder der Erde sehen.
Am Abend ehrten wir jedoch schon das 1. Geburtstagskind. Wir liessen ihn so richtig hoch leben mit Kuchen und Gesang!!! Bald rief auch schon das Sandmännchen…
Dienstag
Dies war der 1. Mai. Eigentlich überall ein Feiertag, nämlich der Tag der Arbeit. Wir haben dies viiiiiiel zu wörtlich genommen und den ganzen Tag hart „gearbeitet“ – äh – trainiert.
Am Abend konnten wir wiederum Geburtstag feiern. Diesmal war Chrigi daran, die Kerzen auszupusten. Dann haben die einen intensiv Poker gespielt und wir anderen frönten kalten Genüssen. Wir durften uns einen Coupe spendieren lassen. Danke an Manu für diesen Gaumenspass!!!!! Brav (grins) gingen wir nachher alle zu Bett und schliefen natürlich sofort ein…
Mittwoch
Auch heute bekamen wir nicht genug vom Trainieren. Obwohl wir uns bewusst waren, dass am nächsten Tag der Lager-Wettkampf statt fand, wurde trotzdem wieder intensiv trainiert.
Die WU16, WU14 und MU14 lieferten sich heute einen erbitterten Staffelwettkampf. Wer war wohl am Schnellsten? Beim 1. Durchgang konnten sich die Mädchen der WU16 feiern lassen. Den Sieger des 2. Durchgangs wollen wir hier verschweigen. 😉
Zudem bekamen wir tagsüber hohen Besuch. René und seine Frau haben uns beehrt.
Doch eine weitere Überraschung wartete auf uns im Lagerhaus. Die knallgelben Lagerleibchen 2007 wurden endlich an alle Lagerhippies verteilt.
Donnerstag / Wettkampftag
Voller Erwartungen und ziemlich aufgeregt sahen wir dem traditionellen Lagerwettkampf entgegen, der zugleich auch Besuchstag für unsere zu Hause gebliebenen Familienmitglieder war. Doch bevor wir uns in die Arme unserer Mamis, Papis, Grosis, Grosspapis, Geschwister etc schwingen konnten, mussten wir noch Model spielen. Das Gruppenfoto mit unseren nigelnagelneuen Lagershirts musste noch geschossen werden. Nachdem endlich alle freundlich in die Kamera gelächelt haben, gings zum Sportplatz.
Dort wurden wir freudig und neugierig von unseren Besuchern erwartet. Endlich wieder ein bisschen Heimatluft schnuppern!! Doch schon bald gingen die ersten Wettkämpfer an den Start. Speer werfen, Schnell-Lauf, Kugel stossen, Weit- und Hochsprung usw. Eine Disziplin nach der anderen wurde bestritten. Unter den aufmunternden Hopp-Rufen unserer Gäste wurden sehr viele neue persönliche Bestleistungen erbracht.
Doch schliesslich können nicht alle Disziplinen am Stück ausüben. Der Magen muss auch gepflegt werden. Wir begaben uns mit den Besuchern ins Lagerhaus und genossen einen Festschmaus.
Am Nachmittag gingen die Wettkämpfe in ihre Schlussphase. Müde und abgekämpft mussten wir unseren Familien Tschüss sagen. Das eine oder andere Tränchen wurde da schon ganz verstohlen weggewischt. Noch nie haben wir uns so auf unsere warme Dusche gefreut und liessen das Wasser dankbar auf uns runter rieseln.
So ging auch dieser ereignisreiche Tag zu Ende und nicht wenige schliefen diesmal wirklich schnell ein…
Freitag
Schon am frühen Morgen mussten wir diesmal vollen Einsatz zeigen, denn wir mussten quer durch Schüpfheim rasen auf unseren armen, geschundenen Füssen. Während einige der zusammen gewürfelten Gruppen voll im OL-Fieber waren, liessen andere Gruppen wiederum alles ein wenig langsamer angehen. Bei diesem Lauf wurde nicht nur unsere Ausdauer und Kraft getestet sondern auch unser Orientierungssinn auf die Probe gestellt. Gott sei Dank ging niemand verloren!!!
Auch nach diesem anstrengenden, Nerven zerreissenden Lauf hatten wir keine Sekunde Ruhe. Es stand uns nämlich nicht nur die Rangverkündigung bevor sondern wir mussten auch Vorbereitungen für den Schlussabend treffen. Viele lustige Beiträge kamen dabei zustande.
Nachdem sich auch die letzten Mädchen “noch“ hübscher gemacht haben, ging es endlich los. Angefangen haben wir im Esssaal mit der Rangverkündigung und Verteilen der Preise (die waren wie immer toll). Danach trafen wir uns im Gemeinschaftsraum, um das Theater der Leiter zu geniessen. Danach kamen die
Mädchen der WU14 und WU12 an die Reihe. Sie haben ebenfalls ein Theater einstudiert. Jedoch mussten sich einige der Zuschauer auch aktiv als Schauspieler wider Willen betätigen. Leider waren unsere eigentlichen Schauspieler in kurzer Zeit einer nach dem anderen “erkrankt“ und mussten somit durch eben jene Laien-Schauspieler ersetzt werden!!! Der Beitrag der MU14 bestand aus 2 lustigen Spielen, in dem sie sich an den Mädchen rächen konnten.
Nachdem alle ihre Vorführungen beendet hatten, ist der Abend mit der alljährlichen Disco ausgeklungen. Es wurde viel gelacht, getanzt und kein bisschen geschlafen…
Samstag
Todmüde und mit Zahnstocher für die Augenlider machten wir uns daran, unser Lagerhaus auf Vordermann zu bringen. Was heisst da eigentlich “WIR“??? Die Schüler und Schülerinnen konnten schon ein bisschen ausruhen (wir waren echt nudelfertig!), während die Jugend und die Leiter hart schufteten. DANKE noch einmal VIELMALS!!!
Schliesslich mussten wir uns vom geliebten Lagerhaus verabschieden und uns auf den Heimweg machen. Wiederum wurde der Weg zum Zug zu einem kleinen Marathonlauf. Es mussten ja wieder unbedingt alle wissen, dass der LCR unterwegs war!!! Denn wir sprinteten durch den halben Hauptbahnhof Zürich. Dies ging natürlich nicht geräuschlos… UNMÖGLICH!!!
Endlich kam der Regensdorfer Bahnhof in Sicht. WIEDER ZU HAUSE!! Judihui! Ziemlich erschöpft aber happy konnten wir uns in die vertrauten Arme unserer Familien begeben.
ES WAR MAL WIEDER TOLL!!! VIELEN DANK AN ALLE LEITER UND HELFER, ORGANISATOREN SOWIE DEM GESAMTEN LCR, DER DEN GROSSTEIL DIESES LAGERS FINANZIERT HAT!!!
HAPPY END!!!
(Ich mags eben kitschig…)
Anmerkung der Lagerleitung:
Wir danken sämtlichen Personen, welche uns in diesem Trainingslager unterstützt und dieses ermöglicht haben. Namentlich den Trainerinnen und Trainern (Kim, Stephanie T., Bruno, Manuel, Paul und unsere Wenigkeiten), welche wiederum eine Woche Ferien opferten, den ältesten Athleten (merci Christoph und Chrigi) für ihre tatkräftige Unterstüzung, der Küchenmannschaft (Sepp, Romi, Stephi M. und Martina) für die leckeren Mahlzeiten, sowie dem LCR-Vorstand. Weiter gebührt sämtlichen Athletinnen und Athleten ein grosser Dank für dieses erlebnisreiche und tolle Trainingslager. Wiederum war es das beste aller Lager! Und natürlich ein grosses Dankeschön an Alexandra Bosshard, der Verfasserin dieses ausführlichen Lagerberichts.
Philippe Renevey, Michael Glaus