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Team-Europameisterschaften in Belgrad

Autor: Arlette Meier-Hunger und Mirco Zwahlen
Voller Vorfreude konnten Mirco Zwahlen und Arlette Meier-Hunger am Donnerstag mit dem Schweizer Nationalteam nach Belgrad an die Team-EM reisen. Es ist immer eine grosse Ehre im Nati-Dress laufen zu können und beide wollten für das Team mit einem vorderen Rang, wie aber auch für sich mit einer guten Zeit das bestmögliche herausholen.
Bei angenehmen Temperaturen musste zuerst Mirco über 1500m antreten. In einem taktischen Rennen mit einer Anfangspace auf 4.00 hinaus reihte er sich ganz weit vorne ein und auch bei der Lancierung des Rennens bei 1100m war die Position immer noch perfekt. Im Schlussspurt musste er sich schliesslich nur vom starken Serben und dem Österreicher knapp geschlagen geben, was noch eine Zeit von 3.50 bedeutete. Der 3. Rang darf im gut besetzten Rennen aber durchaus als Erfolg gewertet werden und die damit gewonnen 6 Punkte fürs Team lagen sehr gut im Budget.
Kurz darauf durfte Arlette im 3000m Steeple-Rennen ins Geschehen eingreifen. Auch sie war von Anfang an vorne mit dabei, wobei es sich hier aber nicht wirklich um taktisches Geplänkel handelte. Mit Durchgangszeiten von 3.17 und 6.39 bei Kilometer eins und zwei sollte eigentlich eine superschnelle Zeit (PB) herausschauen! Doch leider, leider, nach 2300m kamen der sehr unglückliche Einhänger am Hindernis und der darauffolgende Sturz mit Salto. Doch Arlette hatte an der Team-Sitzung gut zugehört und die Worte von Peter Haas (Chef Leistungssport) noch ganz präsent. „Kämpft, wo ihr nur könnt, um jeden Punkt für das Schweizer Team.“ So schnell es ging, war sie wieder auf den Beinen und lief noch als 5. ins Ziel. Die Zeit war mit 10.16.06 (und 6“ über der PB) eigentlich noch sehr ansprechend. Was wäre da noch dringelegen! Was bleibt, ist eine Prellung am Knie und eine Quetschung an den Rippen…
Für das Team hatten die Zwei wie Bären gekämpft und es hat sich auch gelohnt. Am Schluss resultierte der bombastische Sieg vor Kroatien und Österreich und die Mission Wiederaufstieg in die First Ligue war damit geschafft.

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