Standardbild Berichte

2. LCR-Runningteam-Herbscht-Event vom 9. Oktober 2010

Autor: Stephan Lowiner
Foto: Gian Marco Meier, Ruedi Meier und Christopher Gmür
Letztes Wochenende fand bereits zum wiederholten Male der „LCRRTHE“ mit Ziel Molseralp in den Flumserbergen statt.
Bereits um sieben in der Früh versammelte sich eine grosse Anzahl Teilnehmer, insgesamt 21 an der Zahl, und mehrere Betreuer in der Sportanlage Wisacher. Nach Verlad des Materials nahmen wir den langen Weg unter die Räder, Rollen und Füsse, wobei sich die Streckenwahl im Vergleich zum Vorjahr unterschied…
1. Etappe: Bike (Wisacher – Sennhof, ca. 33 km)
Bei noch frostigen Temperaturen und Nebel, welcher uns leider den ganzen Tag begleitete, aber mit grosser Vorfreude fuhren wir in gemütlichem Tempo Richtung Winterthur. Ausser einem Raddefekt, welcher jedoch bereits vor dem Start zur Etappe behoben werden konnte und dem mittlerweile fast schon obligaten, aber glimpflich verlaufenen Sturz einer Teilnehmerin (Name der Redaktion bekannt;-)), verlief diese Teilstrecke ohne Zwischenfälle und wir erreichten alle sicher und locker das Ziel.
2. Etappe: Inline (Sennhof – Au bei Saaland im Tösstal, ca. 15 km)
Nach kurzer Verpflegungspause ging die Reise weiter mit dem ersten Inline-Teilstück. Auch hier hielten alle ohne Probleme mit, obwohl die Strecke aufgrund des bereits gefallenen Laubes teilweise rutschig war.
3. Etappe: Bike (Au – Rapperswil-Jona, ca. 27 km, 100 Höhenmeter)
Gleich nach dem Start zur dritten Etappe erklommen wir den ersten Hügel des Tages, weshalb wir uns danach die lang gezogene Abfahrt Richtung Obersee verdienten und dort auch am Obersee unsere Mittagspause machten.
4. Etappe: Drachenboot (Rapperswil-Jona – Lachen, ca. 4 km)
Frisch gestärkt folgte ein Highlight der diesjährigen Ausgabe des „LCRRTHE“… Nach kurzer Einführung in die Technik des Paddelns durch unseren fachkundigen Bootsführer, bestiegen wir alle zusammen ein Drachenboot, mit dem Ziel den Obersee zu durchqueren. Ob es nun an dem mangelnden Taktgefühl der beiden Trommlerinnen oder der absichtlichen Schonung ihrer Stimmbänder lag, dass während der Fahrt keine Synchronisierung der Bewegungsabläufe unter den Paddlern aufkommen wollte, sei an dieser Stelle dahingestellt… Festzuhalten bleibt jedoch der Kommentar unseres
Bootsführers, welcher uns als klassische Einzelsportler be-titelte!=) Nichtsdestotrotz erreich-ten wir das andere Seeufer schneller als geplant, sodass wir sogar etwas Luft auf unseren Marschplan erhielten.
5. Etappe: Inline (Lachen – Bilten, ca. 18 km)
Während die meisten wiederum die Inline-Skates montierten, nahmen andere für dieses Teilstück ihr Bike, wohl wissend, dass noch genügend Höhenmeter auf dem Weg in die Flumserberge zu erklimmen sein würden… Die Strecke führte über die Linthebene nach Bilten, was einige dazu verleitete, aufgrund des flachen Terrains, das Roll- und Gleitverhalten ihrer Skates auszureizen um in Rekordzeit den nächsten Etappenort zu erreichen. Aber auch im „Peloton“ wurde keineswegs gebummelt, sodass mehrere Athleten mit hochrotem Kopf im Ziel ankamen, was kaum auf die Sonne zurückzuführen war; zeigte sich diese doch auch am Nachmittag (noch) nicht.
6. Etappe: Bike (Bilten – Oberterzen, ca. 22 km, 400 Höhenmeter)
Nachdem diese Etappe so wunderschön dem Walensee entlang und begleitet von den ersten Sonnenstrahlen begonnen hatte, brachte die Rampe hinauf nach Oberterzen auch den letzten unter uns an seine Grenzen. Unmittelbar nach Beginn der Steigung griff unserer Einheimischer an, was zu einer Sprengung des Feldes in seine Einzelteile führte. Fortan kämpfte sich jeder für sich den Berg hinauf, wobei keine Rücksicht auf den noch bevorstehenden Berglauf genommen wurde. Gemäss Ruedi Meier spielten sich auf diesem Aufstieg dramatische Szenen ab… Mehrere besannen sich offenbar des Spruchs „Wer sein Rad liebt, der schiebt“!
7. Etappe: Laufen (Oberterzen – Molseralp, ca. 6 km, 900 Höhenmeter)
Unter dem Motto „soweit einem die Beine tragen“ stand uns ein Berglauf bevor, der es in sich hatte. Nach verhaltenem Beginn auf einer Asphaltstrecke, verabschiedete sich ein BERGwanderweg „senkrecht“ den Wald hinauf, was selbst den Autor dieses Berichts, seinerseits ein erprobter Bergläufer;-), erwog, vom Lauf- in den Gehschritt zu wechseln.
Jeder kämpfte sich bravourös mal schneller, mal langsamer, mal frischer, mal im „Delirium“ den Berg bzw. die Wiesen und Weiden hinauf… Und noch vor Einbruch der Dunkelheit erreichten alle glücklich und zufrieden, wobei sich diese Gemütszustände unter grosser Müdigkeit teilweise nur schwer erkennen lassen, das Ziel; das Restaurant der Familie Bucher auf der Molseralp.
Geschafft!?… Geschafft!;-)
Nachdem die Zimmer bezogen wurden und sich alle frisch gemacht hatten, schritten wir zum angenehmen Teil des Tages über… das Abendessen! Und wir wurden von der Familie Bucher nicht enttäuscht. Wie bereits im Vorjahr wurde uns ein fantastisches Wildbuffet „à discrétion“ offeriert, weshalb keiner Probleme gehabt haben dürfte, das Energiedefizit wieder auszugleichen (PS: Auf spanisches Kalbsfilet wurde bewusst verzichtet:-)). In geselliger Runde liessen wir den Tag ausklingen und fielen alle todmüde in unsere Betten.
Der nächste Morgen begann bei herrlichem Wetter mit einem feinen Brunch, gefolgt von einer Runde rodeln auf der eben erst diesen Sommer eröffneten Rodelbahn „FLOOMZER“. Während einige zu Fuss den Berg zum Startpunkt hochliefen, wählten andere die gemütlichere Variante und liessen sich mit der Sesselbahn chauffieren. Ganz unserem grossen sportlichen Ehrgeiz entsprechend rauschten wir in den Schlitten zu Tal und hielten uns an die Aufforderung des Bahnangestellten im Starthäuschen der Rodelbahn: „Gebremst wird erst, wenn du auf einen vor dir
Gestarteten auffahren solltest!“.
Nach diesem Spass gönnten wir uns nochmals ein feines Zmittag auf der Molseralp, bevor wir leider viel zu früh die Molseralp und den Sonnenschein verlassen mussten, um wieder ins vernebelte Unterland zu gelangen.
Auch dieses Jahr bot der „LCRRTHE“ viel Spass, Schweiss und ein unvergessliches Erlebnis. Zudem kam es erfreulicherweise zu keinen Zwischenfällen und alle kehrten am Sonntagabend gesund heim.
Es gilt deshalb im Namen aller Teilnehmer ein riesiges DANKESCHÖN dem Organisator des „LCRRTHE“, Gian Marco Meier, auszusprechen, welcher keine Mühen scheute, uns einen perfekt organisierten Anlass zu ermöglichen!
Aber auch den zahlreichen weiteren Helfern sind wir sehr dankbar, denn ohne sie hätten wir es nie bis in die Molseralp geschafft! DANKE Lilo & Ruedi Meier, Heidi & Werni Lüscher für die logistische Meisterleistung, sodass wir uns bei jedem Etappenort um nichts zu kümmern hatten, da jeweils bereits eine grosszügige Verpflegungsstation und unser Material bereitstanden!
DANKE der Familie Bucher und ihrem Team von der Molseralp für die kulinarischen Höhepunkte und die Übernachtungsmöglichkeit!
DANK gebührt auch der Firma „Ryffel Running“, dem FC Regensdorf und dem Vater von Martin Knill, welche uns ihre Fahrzeuge zur Verfügung gestellt haben.

X