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Sparkassengala Regensburg

Autor: Christopher Gmür
Betreut und angeführt von Gian Marco Meier nahm eine Regensdorfer-Rapperswiler-Fraktion die weite Fahrt nach Regensburg unter die Räder. Ziel war die Sparkassengala, nicht bloss ein Meeting in Hinterpfützigen sondern ein feines Fest für wahre Leichtathletik-Liebhaber.
Passend zu ihrem Geburtstag am Vorwettkampf-Tag schaffte Joëlle Flück die einzige persönliche Bestleistung der ganzen mitgereisten Gruppe und machte sich so das grösste Geburtstagsgeschenk gleich selbst. Sie lief 4:23,60 über 1500m und damit ihre dritte PB beim dritten Start in diesem Jahr und zementierte ihren Platz in der absoluten Mittelstrecken-Spitze der Schweiz. Mit dieser Zeit liegt sie nun auf Rang 3 über 1500m nachdem sie sich bereits mit Spitzenzeiten über 800 und 1000m in den ersten drei positioniert hatte.
Joëlle setzte die Messlatte hoch. Doch Monika Vogel konterte mit einer ebenso starken Leistung die Vorlage ihrer Trainingskollegin. Sie setzte sich mit einer Zeit von 2:04,57 deutlich an die 1. Position der Schweizer Bestenliste über 800m. So profitierte sie optimal von einem idealen Rennverlauf mit perfekten Zwischenzeiten. Gleichzeitig war dies ihre 2. beste persönliche Zeit. Ein gelungener Einstand über ihre Paradedistanz, der ein Versprechen für die weiteren 800m-Läufe ist.
Mit Mario Bächtiger machte sich ein weiterer Schweizer Saisonschnellster auf den Heimweg. Im Unterschied zu Moni
reiste er aber bereits als solcher an. Er konnte seine Vormachtstellung zementieren indem er seine SB auf 1:49,51 verbesserte. Dies konnte aber nicht über seine Enttäuschung hinwegtäuschen, dass er seine PB um über eine Sekunde verpasste. Fazit nach den bisherigen Rennen: auf den letzten 200m
muss noch was gehen. Nur so kann er seine PB angreifen, denn auch in Regensburg wäre seine Durchgangszeit von 1:19 bei 600m ideal gewesen, erst danach wurde es harzig.
Hugo Santacruz, der seit diesem Jahr für den LC Rapperswil-Jona startet und nach seiner Karriere als Mehrkämpfer jetzt nur noch auf die 400m setzt, lief wie schon vor Wochenfrist in Genf knapp über 49s. 49,10 waren es dieses Mal, 49,05 letztes Wochenende. Damit hat er natürlich nur ein Ziel: so schnell wie möglich muss eine 48er-Zeit her, seine PB von 48,84 soll dann auch gleich Geschichte sein. Im Vergleich zu
anderen hatte er aber das Rennen gut eingeteilt, es dürfte also nur noch eine Frage der Zeit und des nötigen Wettkampfglücks sein bis die 49,00 fallen.
Nicht nach Wunsch verliefen die Rennen für die restlichen drei mitgereisten Athleten. Über ihre Paradedistanzen blieben Arlette Meier-Hunger, Andreas Becker und Christopher Gmür deutlich über ihren persönlichen Bestleistungen. Entsprechend gross waren ihre Enttäuschungen.
Arlette musste ihrem hohen Anfangstempo über 3000m Steeple Tribut zollen und verlor danach viel Zeit. Nachdem sie bei 2000m noch einigermassen im Soll gewesen war, ging auf dem letzten Kilometer gar nichts mehr. So musste sie auch die aufstrebende Fabienne Schlumpf von der TG Hütten noch vorbei lassen und verpasst somit leider die Selektion für die Team-EM vom 18. Juni in Belgrad. 10:43,00 betrug schliesslich ihre Endzeit.
Andreas Becker fand nie richtig in seinen 1500m-Lauf. Er konnte im Hauptprogramm in der B-Serie starten. Auch er fand gute Konkurrenz vor und konnte sich hinten reinhängen. Leider gaben an diesem Tag seine Beine gar nichts her und schon bei 1000m war seine Übersäuerung so hoch, dass er hinter dem Feld herlaufen musste und am Ende 4:08,60 zu Buche stand.
Schon zum zweiten Mal startete Chrigi in dieser Saison über 5000m. Nach Koblenz letzte Woche setzte es aber eine weitere Enttäuschung ab. Wieder war das Bild das gleiche: Nach ansprechenden 3000m lief nichts mehr und die letzten 2000m waren wieder so langsam, dass er nochmals 9s langsamer war als in Koblenz. Nämlich 14:49,83 und damit 12s über seiner PB.
Obschon Gian Marco Meier verletzt nicht antreten konnte, kann er sich nicht den Vorwurf machen zu wenig Kilometer abgespult zu haben. Allerdings nicht zu Fuss sondern im Büssli: Er erfüllte es unermüdlich jedem Athleten, zu der Zeit, die er/sie wollte beim Essen im Resti bzw. im Stadion zu sein. Merci vielmal für den grossen Einsatz und die optimale Betreuung!!

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