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Saisonauftakt in Pliezhausen light

Autor: Benedikt Bünz Fotos: The Internetz
Es ist wieder mal Frühling und das bedeutet Saisonauftakt. Wie jedes Jahr machen viele diesen auf einer „krummen Strecke“ zum Beispiel beim internationalen Läufermeeting in Pliezhausen.
Auch der LCR war wie jedes Jahr dort vertreten, doch da das Trainingslager in Massa gerade erst vorbei war und das Meeting vorgelegt wurde, verkleinerte sich die Delegation auf Mirco und Benedikt.
Doch erstaunlicherweise konnte das Pliezhausener Meeting das Fehlen des restlichen LCR vertragen und wurde trotz allem von Laufexperten als sehr gut besetzt bewertet.
Diese durften unter Anderem das bescheidene deutsche Laufwunder des Winters Arne Gabius bewundern.
Wie schon im letzten Jahr war das Wetter wechselhaft mit teils starken Schauern und leider auch während der Läufe Wind auf der Gegengerade.
Zuerst war Mirco im A-Lauf auf der 1000m Strecke dran.
Nach 2 harten Wochen im Trainingslager in Tenero, war die Frage ob eine Woche Erholung schon reichen.
Im dichten und gut besetzen Feld konnte er sich im Kurz-Boxkampf über 20m leider nicht durchsetzen und wurde an die letzte Position geschoben.
Auf der Gerade wurde dann das nicht allzu schnell gestartete Feld, aufgrund des Gegenwindes, noch einmal langsamer, so dass Mirco zwar Plätze gutmachen konnte, doch eine Zwischenzeit von knapp unter 30‘‘ ist natürlich viel zu langsam.
Nach diesen verkorksten 200m lief das Rennen aber besser.
Mirco liess mit einer 56er und einer 57er Schlussrunde noch einige Läufer stehen und über eine 1:54 über 800m würden sich viele auch dann nicht beschweren, wenn es keine Vorbelastung gab.
Schlussspurt mit Biss Die bewegten Bilder zum Lauf
Auch der Schlussspurt scheint schon wieder parat zu sein, denn er sorgte für einen sehr guten 4. Rang.
Mit einem besseren Start wäre sicherlich eine Zeit im Bereich der PB möglich, doch auch die 2:24,34 lässt auf eine starke Saison hoffen.
In Langenthal wir Mirco die Überdistanz 3000m laufen, und danach auf verschiedenen Meetings in ganz Europa auf seiner Spezialstrecke 1500m die EM-Quali (hoffentlich) knacken.
Mirco wird noch ein paar Start-Übungen mit Becki machen (älteres Foto)
Dieses Jahr war aufgrund des früheren Meetings der 3000 sogar fast noch besser besetzt als der 1000. Mit 50! Läufern die unter 8:50 gemeldet waren (45 liefen es dann auch). An der Spitze der Meldeliste waren der Österreicher Andreas Vojta und der Mann, von dem selbst die Experten wissen „der Junge hat was drauf“, Arne Gabius.
Von der ganzen Meldeliste, ging aber nur ein einziger direkt nach dem 1000m Lauf einlaufen.
Benedikt schaffte es mit einer erstaunlichen Selbstsicherheit mental zu überspielen, dass kein einziger anderer 3000m Läufer auf der Einlaufrunde, auf dem Einlaufplatz noch sonst irgendwo zu sehen war.
Der innere Tunnelblick, gepaart mit der speziellen Fähigkeit Uhren und Zeitpläne nicht lesen zu können, überspielte sogar die Tatsache, dass bei den Steigerungen nur Frauen mit Sprintspikes waren.
Erst nach der letzten Steigerung in voller Wettkampfkleidung wurde Bene, dann endlich klar, dass er eine Stunde zu früh dran war.
Ruedi war natürlich sehr glücklich über die Organisationsfähigkeit seines Athleten und die Devise für Benedikt war nun klar: PB oder nach Hause laufen!
Nach nun verkürztem 2tem Einlaufprogramm ging es im A2- Lauf über 3000m mit 28! Startern los.
Im dichten Feld konnte sich Benedikt auf der Zielgerade mit Gegenwind schön verstecken und auf der Gegengerade wieder Plätze gutmachen.
Das Tempo war sehr gut und es lief auf eine
Endzeit um die 8:30 aus. Wo ist Bene? (Tipp: Leicht rechts vom Zentrum)
Wichtig war, dass trotz des grossen Feldes der Anschluss an die Spitze nicht verloren ging. Nach Kilometer 2 (5:42) wurde das Feld dann auch immer schneller, doch Benedikt, dessen PB vorher bei 8:41,5 lag, konnte auch dort mitgehen und auch der Einbruch auf der letzten Runde (63,5) blieb aus.
Am Ende war es ein 7. Rang und eine um 15,5 Sekunden schnellere PB von 8:25,91. Nach dem Versprechen beim nächsten Mal den Zeitplan häufiger anzugucken, ging es zurück in die Schweiz.
Auch den Lauf gibt es mit laufenden Bildern

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