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Oberseemeeting in Jona

Autor: Christopher Gmür
Derzeit geht es Schlag auf Schlag, mehrmals wöchentlich stehen Athleten des LC Regensdorf in der Schweiz oder sonst irgendwo in Europa an der Startlinie. Am Mittwoch wurde am anderen Ende des Zürichsees das Oberseemeeting durchgeführt. Dabei starteten alle anwesenden Regensdörfler über 1500m.
Mirco Zwahlen versuchte eine weitere Chance, sich zum ersten Mal für einen internationalen Grossanlass auf der Bahn zu qualifizieren, zu nutzen. In dem Rennen, wo alles auf die EM-Limiten diverser Länder (Schweiz, Deutschland, Finnland und Österreich) ausgerichtet war, versuchte Mirco die 3:41,40 zu knacken, die für Helsinki gefordert werden. Es wurden zwei kenianische Athleten engagiert, die für eine Endzeit von 3:40,00 oder schneller hätten sorgen sollen. Im Kampf gegen Regen und Kälte wurde das nicht geschafft, sodass das Rennen vom Deutschen Moritz Waldmann in nur gerade 3:48,80 gewonnen wurde. Mirco folgte dahinter immerhin noch als bester Schweizer auf Rang 5. Seine Zeit von 3:50,54 war aber nicht der Rede wert, zu weit war sie von der Limite entfernt. Nach einigen harten Wettkampfwochen, die immer auch mit langen Reisen verbunden waren, steht nun ein Trainingsblock an. Denn die Selektionsperiode für Helsinki endet am Sonntag, Jona war also die letzte Chance. Das nächste Highlight wird dann die SM Anfang Juli in Bern sein.
Ein Landsmann von Waldmann, für den Regensdorf und die Schweiz aber schon eine zweite Heimat ist, konnte dafür überzeugen. Im Schlepptau der Topläufer, die an dem Tag patzerten, verbesserte Benedikt Bünz (wie einige andere Läufer in seinem Bereich) seine 1500er-PB bereits zum zweiten Mal in dieser Saison. Bene lief starke 3:53,57 und wurde 14. in der 1. Serie. Damit zementierte er auch seine Vormachtstellung als Nr. 1 der nationalen U23-Bestenliste. Zum Glück siegte an diesem Abend auch noch die Deutsche Fussball-Nati mit 2:0 gegen Holland, sonst wäre die Freude über die PB mehr als nur getrübt gewesen.
Ein Mini-Comeback über die dreidreiviertel Bahnrunden feierte Martin Knill. Seit langem startete er wieder einmal über diese Distanz, lief im Unterschied zu Mirco und Bene aber in der 2. Serie. Er ging das Rennen verhalten an und liess die Spitzengruppe, die von Tempomacher Philemon Fuchs angeführt wurde, ziehen. „Hinten raus“ konnte Knill dann den Turbo zünden und seine Schnelligkeit ausspielen. Sein Endspurt verhalf ihm zu einer Zeit von 4:03,30, womit er sich zufrieden zeigte.
Keinen tollen Tag erwischte Stefan Marti. Im Moment schafft er es einfach nicht, seine Trainingsleistungen in schnelle 1500m Zeiten umzumünzen. Die gelaufenen 4:20,47 stimmten ihn denn auch etwas ratlos.

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