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Südafrika Part I

Autorin: Joëlle Flück
Wie einige von euch wissen, bin ich nach meinem Studienabschluss am 1. November nach Südafrika gereist. Dort werde ich die nächsten 6 ½ Wochen verbringen. Die Reise führte mich von Kapstadt über die Garden Route nach Port Elizabeth, wo ich dann 4 Wochen lang Englisch lernen und trainieren werde.
Die ersten vier Tage habe ich in Kapstadt bei meinem Onkel verbracht. In dieser kurzen Zeit wollte ich möglichst viel sehen von der Stadt und dementsprechend müde war ich dann jeweils am Abend. Ich habe sogar den Lions Head zu Fuss bestiegen. Trainingstechnisch war Kapstadt alles andere als ideal. Da ein grosser Teil der Stadt am Fusse des Tafelbergs gebaut ist, führen die Strassen meist auf-oder abwärts. So musste ich dann zum Beispiel einen 10km-Steigerungsdauerlauf auf einer 350m langen Parkrunde abspulen.
Von Kapstadt gings dann weiter nach Stellenbosch, die Studentenstadt in Südafrika schlechthin. Sie liegt inmitten des grossen Weingebietes. Ich genoss die Dauerläufe am kleinen Fluss aber auch im Naturschutzgebiet hinter dem Unigelände. Am ersten Tag stand ein Krafttraining im 5-stöckigen Kraftraum der Uni auf dem Programm. Am zweiten Tag absolvierte ich ein Bahntraining bei starkem Wind. Das Training war an sich schon relativ hart, aber im Eisbad musste ich dann ein zweites Mal auf die Zähne beissen.
Von Stellenbosch gings dann weiter nach Hermanus, wo ich von der Küste her die Wale beobachten konnte. Das war ein beindruckendes Erlebnis. Leider war für Hermanus nur eine Nacht eingeplant und so gings dann weiter nach Wilderness. Dort angekommen absolvierte ich gleich einen kurzen Dauerlauf am kilometerlangen Strand. Am nächsten Tag absolvierten wir eine Wanderung, welche uns zu Wasserfällen führte. Da unser Bus am Nachmittag weiter fuhr, blieb leider keine Zeit für eine nasse Abkühlung. Die Beine waren ganz schön schwer nach dieser 20km-Wanderung. Am Abend gings dann schon wieder weiter nach Knysna. Am nächsten Tag belohnte ich mich nach einem harten Training mit einer Kanufahrt in der Lagune. Am nächsten Tag konnte ich dann noch einmal Wale und einen Seehund auf einer Bootsfahrt erspähen. Leider hatten wir kein Glück und die Delfine versteckten sich. Die nächste Nacht verbrachten wir in Plettenberg Bay, dem Urlaubsort der Südafrikaner. Die kilometerlangen Strände luden zu einem Morgendauerlauf am Strand ein.:-) Leider war das Wetter nicht ganz so sonnig und ich verzichtete auf ein Bad im kühlen Meer.
Der nächste Stopp führte uns in den Tsitsikamma Nationalpark. Wir übernachteten im Storms River Village, ein kleines Dörfchen am Rande des Regenwaldes. Da wieder ein hartes Training auf dem Programm stand, suchte ich eine geeignete Route. Diese führte rund um das Dorf, welches hauptsächlich aus Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants und einem Township bestand. Auf einer 1.3km langen Runde konnte ich dann meine Läufe absolvieren und war dann trotzdem etwas verwundert, dass mich das halbe Dorf nach dem Training kannte. Am Nachmittag führte uns eine 24km lange Mountainbike-Runde zum Cliff, wo wir wieder einige Wale beobachten konnten. Am nächsten Tag war die Canopy-Tour (Seilpark hoch oben in den Bäumen) der krönende Abschluss unseres Regenwalderlebnisses. Die Reise führte weiter in die Surferstadt Jeffreys Bay. Wegen dem etwas bedeckten Wetter stand erst Mal ein Dauerlauf am Strand auf dem Programm und eine Shoppingtour durch die Factory Outlets bekannter Surfmarken. Als wir am
Nachmittag zu unserer Unterkunft dem Strand entlang zurück gingen, konnten wir dann endlich Delfinen, 50m vom Strand entfernt, beim Spielen zuschauen. Siehe da, weiter weg sprangen auch Wale aus dem Wasser.
Nach Jeffreys Bay kam ich dann endlich in meinem neuen Zuhause für die nächsten vier Wochen in Port Elizabeth an. Vor meinem Zimmer liegt direkt der Pool.
In den nächsten vier Wochen werde ich nun also hier zur Schule gehen und mich auf die kommende Saison vorbereiten. Ich melde mich wieder vom anderen Ende der Welt und sende euch sonnige Grüsse.
Links: Biken im Tsitsikamma NP Oben: auf dem Tafelberg
Unten: Wal in Hermanus

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