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Was macht eigentlich Melanie Hauss? Ein Update!

Lang ist’s her seit meinem letzten Bericht! Viel hat sich geändert seitdem und gerne erzähle ich Euch ein bisschen mehr darüber.
Nachdem ich das letzte Renne in Auckland wegen Krankheit abgesagt habe, begann für mich eine lange Pause, in der ich soviel Abstand wie möglich vom Triathlon und dessen Welt nehmen wollte! Es war an der Zeit; denn seit 15 Jahren bewege ich mich auf der Ebene Leistungssport und habe mir nie mehr als die alljährlichen 3-4 Wochen Trainingspause gegönnt. Mir war klar, dass ein grosser „Break“ unumgänglich ist; einerseits um mich körperlich und psychisch von der Belastung der vergangenen Jahre zu erholen, andererseits um mich eventuell neu zu orientieren und Energie für die kommenden Jahre zu tanken.
Obwohl ich nicht gestartet bin, flog ich nach Neuseeland und unterstützte da meinen frisch gebackenen Ehemann vor Ort. Danach verbrachten wir noch ein paar tolle Tage auf der Nordinsel mit Freunden, bevor es weiter nach Tahiti ging. Dorthin wurden wir von ein paar Sportfans eingeladen, die ein Bike&Run-Event quer über die Insel organisierten. David als französisches Triathlon-Aushängeschild, plus ein paar andere Athleten der Nationalmannschaft, war da natürlich gern gesehen und so durften wir während zwei Tagen das wilde Innern der Insel zu Fuss und auf dem Bike erkunden! Ein Traum!! Um uns von den „Strapazen“ zu erholen, verbrachten wir mit der ganzen Gruppe noch ein paar unvergessliche Tage auf der Nachbarsinsel „Moorea“, bevor David und ich unsere Flitterwochen auf „Bora Bora“ und „Tikehau“ genossen! Ich denke, diese 2.5 Traumwochen werden uns ein Leben lang in guter Erinnerung bleiben!
Kaum zurück in Europa, ging es auch schon weiter ins nächste Paradies – La Réunion!
In unserer zweiten Heimat wartet unser Haus auf uns, welches in unserer 8-monatigen Abwesenheit gebaut wurde (unter Aufsicht von David’s Mutter). Die 5 Wochen auf der Insel nutzen wir, um die Abschlussarbeiten des Hauses vorzubereiten (Küche, Badezimmer, Möbel aussuchen etc.) und die Insel mal als „Touristen“ zu geniessen! Wir gingen viel wandern und genossen die atemberaubende Natur dieses magischen Ortes!
Die Arbeitsmentalität hier ist natürlich etwas anders als ich es von der
Schweiz gewohnt bin (kurz gesagt, alles dauert ungefähr 10x länger…), was manchmal etwas Nervenaufreibend sein kann! So waren die fünf Wochen zwar recht anstrengend, aber eben doch anders als beim Training (willkommen im wahren Leben 🙂 )! Trotzdem konnte ich in dieser Zeit viel Energie tanken und mir überlegen, wohin mein weiterer Weg führen soll.
Habe ich genug vom Spitzensport? Oder ist die Leidenschaft und das innere Feuer noch da, aber einfach etwas unter der Müdigkeit/Enttäuschung der letzten Saison begraben?
Ich fand die Antwort und mir wurde bewusst, dass es noch nicht der richtige Zeitpunkt für ein Karriereende ist. Wohin mein Weg mich führen wird, kann ich zum momentanen Zeitpunkt noch nicht sagen. Aber ich bleibe auf der Olympischen Distanz und sehe so was wie „Rio 2016“ am Horizont! Mal schauen :-)!
Eine Erkenntnis alleine genügt jedoch nicht, damit die Motivation und die guten Resultate zurück kommen. Änderungen sind gefragt!
Deshalb entschied ich mich, meine langjährigen Coache’s Magali Di Marco und Pierre Pompili zu verlassen und mich in die Hände von David’s Vater und Trainer Joel Hauss zu geben! Zusätzlich ist neu Bruno Knutti im Team, der für mein Konditions-Training verantwortlich ist. Neue Personen, neue Inputs, neue Trainingsformen und wer hätte es geglaubt – wieder viel Spass im täglichen Training!
Weihnachten verbrachten wir in der Schweiz (das erste Mal für David in der Kälte :-)) und nahmen das Training am 2. Januar nach 3.5 Monaten Pause wieder auf! Ich stellte mich auf ein paar harte Wochen ein (in 3.5 Monaten verliert man viel), aber es war nur halb so Wild! Die Trainingsphilosophie hat sich geändert und es läuft oft auf „weniger aber besser, ist mehr“ hinaus! Natürlich braucht es gewisse Anzahl Trainingsstunden und auch harte Arbeit. Aber die Müdigkeit wird in Grenzen gehalten!!
Wir entschieden uns, mal etwas länger an einem Ort zu bleiben und machen somit die ganze Vorbereitung auf La Réunion (Januar – März). Die Bedingungen hier sind optimal!
Am 8. April geht es dann nach Amerika, wo ich am 19. April mein erstes Rennen der Saison in San Diego machen werde. Ich freue mich sehr auf diese Saison 2013 und kann es auch kaum erwarten, wieder mehr in der Schweiz Rennen zu bestreiten (vermutlich Stettfurt, Zug, Zürich und Nyon).
Dies mit meinem neuen Namen auf dem Hintern, einem neuen Fahrrad (Peugeot) und neuen Laufschuhen (Adidas). Auch in Sachen Sponsoren
hat sich viel verändert. Mit Einigen, wie die Vogt AG

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