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Staffel-Schweizermeisterschaften in Zürich

Autor: Ruedi Meier
Fotos: Joëlle Flück / Gian Marco Meier / „athletix.ch“
An den diesjährigen Staffel-Schweizermeisterschaften, welche auf dem Zürcher „Sihlhölzli“ ausgetragen wurden, stellte der LC Regensdorf insgesamt fünf Staffel-Teams. Die LäuferInnen des LCR, die bereits vor einer Woche drei Medaillen an den Nachwuchsmeisterschaften gewannen, zeigten sich erneut von ihrer besten Seite und so könnte die Ueberschrift dieses Artikels auch passend heissen „LCR-Nachwuchs weiter auf dem Vormarsch“.
Ueber die Distanz von 3 x 1000m startete je ein Team der Frauen, der Männer und der männlichen U18. Die Frauen stellten zudem noch ein Team in der Olympischen Staffel (800/400/200/100m) und die Männer bestritten zum Abschluss noch die „3000m – Américaine“.
3 x 1000m Frauen:
Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Joëlle Flück konnten sich die Frauen kein Topergebnis ausrechnen. Rebekka Leistner, die während vielen Wochen verletzungsbedingt kaum trainieren konnte absolvierte die ersten 1000m in der „budgetierten“ Zeit von unter 3.10‘ und übergab an Arlette Meier-Hunger, welche den Stab ihrerseits an die Schlussläuferin Alexandra Bosshard weiter gab. Dass Arlette dabei die schnellste Abschnittszeit 3.00.06‘ realisierte ist sehr bemerkenswert, sind doch ihre beiden Staffelkolleginnen zusammen gleich alt wie Arlette. Da nach zwei Teilabschnitten kein Spitzenrang mehr möglich war, forcierte Alexandra nicht mehr zu sehr, um sich auf die Olympische Staffel zu schonen und deshalb mussten die erfolgsverwöhnten Frauen diesmal mit dem 6. Schlussrang vorlieb nehmen.
3x1000m Männer:
Auf den siebten Schlussrang liefen Samuel Jost, Steven Malischke und Stefan Marti. Trotz (oder Dank) einer ersten langsamen Runde konnte Sämi nach einer tollen Schlussrunde mit 3.38.19‘ eine neue PB erreichen. Steven Malischke gelang eine neue PB mit 3.33.05’, obwohl die erste Runde für ihn äusserst schnell angelaufen wurde. Der Schlussläufer Stefan Marti konnte mit seinen 2.43‘ nicht ganz an seine Bestzeit heran kommen.
3x1000m U18M:
Für die Ueberraschung des Tages sorgten ganz sicher unser „Jungs“, die alle drei zum jüngeren Jahrgang der Kategorie U18M gehören. Auf Grund ihrer persönlichen Bestzeiten, durfte eine Medaille kaum erwartet werden. Umso überraschender und grösser war die Freude ihres Trainers Gian Marco Meier, der bis auf die letzten Meter die Superleistung kaum glauben konnte. Da aber alle drei Läufer ihre Bestzeiten extrem verbesserten, durften wir alle eine tolle Staffel geniessen.
Luca Bass zeigte auf der Startstrecke, dass er zu einem Frontläufer geworden ist und blieb dem Führenden trotz horrendem Tempo an den Fersen. Obwohl er gegen Schluss ein wenig langsamer wurde, konnte er nach 2.45.33‘ als zweiter an Fabian Egger den Stab weiter geben. Fabian fiel zwar um einen Rang nach hinten, konnte aber dank einer neuen PB von 2.43.11‘ an dritter Stelle an den Schlussläufer Dominik Reich übergeben. Kurz nach dem Wechsel wurde Dominik vom Läufer hinter ihm eingeholt und weil Dominik eine Bestzeit von über 3.00‘ hatte, hofften wir alle, dass er nicht zu viele Ränge verlieren würde. Motiviert von seinen beiden Staffelkollegen dachte Dominik aber nicht daran, diesen „ziehen“ zu lassen und blieb ihm immer an den Fersen. Mit einem Vorstoss 400m vor dem Ziel und sehr schnellen letzten 200m gelang Dominik eine Verbesserung seiner PB um fast 10 Sekunden auf 2.51.17‘ und konnte für das Team die für alle überraschende Broncemedaille sichern. Vor genau 17 Jahren begann für Mirco Zwahlen mit dem Gewinn der Broncemedaille an der Staffel-SM eine 15 jährige Zeit mit dem Gewinn von unzähligen Medaillen. Hoffen wir, dass es einer dieser drei Jungs auch schaffen wird.
Olympische (800m/400m/200m/100m) der Frauen:
Neben Alexandra Bosshard und Delia Durgauhee vom Runningteam kam als 200m Läuferin die erst 13 jährige Michelle Gröbli und über 100m die Mehrkämpferin Martina Aeschlimann zum Einsatz.
Auf der Startstrecke (800m), zeigte die U23 Vizeschweizermeisterin Alexandra Bosshard keinen Respekt. Nach langsamem Beginn war sie die einzige, die sich an die Fersen der diesjährigen Siegerin der Schweizermeisterschaften der Frauen heftete und kurz vor der Uebergabe gar noch einen Angriff lancierte. An zweiter Stelle konnte sie den Stab an Delia Durgauhee übergeben. Delia lief mutig schnell an und musste sich nur von einer Gegnerin überholen lassen. Schwierig wurde es dann für unsere beiden Sprinterinnen, denn von hinten folgten die Sprint-Cracks mit langen Schritten. Nach sehr guten 200m konnte Michelle Gröbli zwar noch auf dem
dritten Rang an Martina Aeschlimann übergeben, Erst kurz vor dem Ziel fing die Sprinterin von Lausanne das Team vom LCR noch ab und verhinderte den zweiten Medaillengewinn des Tages. Mit dem ausgezeichneten vierten Rang dürfen sie aber mehr als zufrieden sein.
3000m Américiane:
Samuel Jost, Steven Malischke und Stefan Marti stellten sich zum Schluss der langwierigen Veranstaltung noch dem Unternehmen „Américaine“. Obwohl alle drei bereits einschlägige Erfahrung mit dieser Art Staffel hatten, klappten anfänglich die Uebergaben sehr schlecht bzw. waren zu defensiv. Trotzdem konnte nach der Hälfte des Rennens noch mit einem vierten Rang gerechnet werden. Weil Steven nach der Stabübernahme in einen auf der Innenbahn „parkierten“ Läufer prallte, sich dabei den Stab ins Gesicht schlug und praktisch still stand, waren die vorderen Teams entschwunden. So mussten sich unsere Männer mit dem 6. Rang zufrieden geben.

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