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NRW-Gala Bottrop GER

Autor: Jonas Raess Fotos: athletix.ch
Am Samstagmorgen machten sich Alexandra Bosshard und Jonas Raess auf den Weg nach Düsseldorf. Nach einer angenehmen Reise trafen sie mit sehr hohen Erwartungen im Gepäck in Bottrop im Athletenhotel ein und um die Beine von der weiten Reise zu reaktivieren, ging es noch auf einen lockeren Dauerlauf. Am nächsten Tag wurden sie nach einem kurzen Footing und einem reichhaltigen Frühstücksbuffet von ihrem genialen Trainer Gian Marco, der extra für diese beiden Athleten nach Bottrop gereist ist, mit einem Mietauto abgeholt. Auf dem Wettkampfplatz mussten sie dann noch einige Stunden todschlagen, bis sie zum Aufwärmen geschickt wurden. Das Wetter hatte es nicht so gut gemeint mit der Veranstaltung, jedoch hat unser Trainer Gian bei Petrus schönes Wetter für unsere beiden Läufe eingefordert und so wie fast alles was Gian organisatorisch an die Hand nimmt, klappte es auch mit den Wetterbedingungen für die beiden LCR-Athleten. Wie durch ein Wunder zeigte sich nämlich die Sonne auf die beiden Rennen hin.
Unter idealen Bedingungen und inmitten von Weltklasse-Läufern, durften sich die beiden Athleten auf ihre Rennen freuen.
Den Start machte Jonas über 1500m. Er begann das Rennen explosiv und mit dem klaren Ziel, eine Zeit deutlich unter 3.50 zu erreichen. An diesem Ziel konnte er auch lange festhalten, war er doch gemäss Durchgangszeit bis 1000m noch voll im Kurs. Und das obwohl die grosse Gefahr bestand, das Rennen viel zu schnell anzugehen, da die Konkurrenz sehr stark war und deshalb auch eine dementsprechendes flottes Tempo anschlug. Doch Jonas hielt sich bedeckt und versuchte, trotz einigen Rempeleien, sein Rennen durchzuziehen. Leider verliessen ihn dann aber auf den letzten 300m die Kräfte und er kam mit einer Zeit von 3.50,33 und dem elften Rang ins Ziel. Mit dieser Zeit war er sicherlich nicht zufrieden, aber er konnte nun auf seinen allerersten wirklich schnellen 1500m zurückblicken.
Anschliessend machte sich Alexandra für die zwei Stadionrunden bereit. Sie war als 7. schnellste Läuferin gemeldet und wusste, auf was für starke Konkurrenz sie in diesem Rennen treffen würde. Das Rennen hielt leider nicht ganz, was davon erwartet wurde. Diverse Läuferinnen aus dieser Serie konnten ihre Leistungen nicht abrufen. Anders jedoch Alexandra. Sie zeigte sich von Anfang an sehr aktiv im Rennen und positionierte sich weit vorne. Etwas irritiert von der Schwäche ihrer Gegnerinnen, hielt sie sich während des ganzen Rennens um die neue gekorene deutsche U23 Meisterin auf. Alexandra zeigte ihr aber den Meister und lief auf dem sehr guten 4. Schlussrang ein. Die Zeit blieb bei 2.11,38 stehen. Die angestrebten 2.10,00 wurden damit leider schon wieder nicht erreicht, was sie natürlich enttäuscht hat.
Nachdem alle Runden, die es zu laufen gab, gerannt worden waren, machte sich unsere kleine Delegation auf zum Flughafen, um noch zusammen ein Abendessen zu geniessen, bevor sich Gian Marco auch schon wieder auf den Heimweg machte.
Nach Düsseldorf und am gleichen Tag wieder zurück nach Zürich zu fliegen und das nur für uns! Ein riesengrosses Dankeschön ist wohl noch lange nicht genug für all den Aufwand, den unser Trainer an diesem Wochenende für uns betrieben hat.
Während Gian also im Flugzeug Richtung Heimat sass, hatten Jonas und Alexandra noch Zeit, um am gleichen Abend Düsseldorfs Altstadt zu besuchen und die Aussicht am Rhein zu geniessen.
Der nächste Tag startete mit Regen. Trotzdem starteten ihn die zwei Athleten gleich mit einem Dauerlauf quer durch Düsseldorf, am Fernsehturm und dem Hafen vorbei und zurück ins Stadtzentrum.
Somit hatten sie alle wichtigen Wahrzeichen der Stadt innerhalb eines halben Tages besichtigt, wie ihnen eine leicht irritierte Rezeptionistin des Hotels mitteilte.
Am Nachmittag ging es dann schon wieder Richtung Flughafen und bald darauf landete das Flugzeug pünktlich um 18 Uhr in Zürich. Zum Glück, denn auf die beiden wartete an diesem Montag noch ein weiteres Training in Regensdorf.
Auf welches wiederum weitere Trainingseinheiten und Wettkämpfe folgen, die wir vielleicht mit weniger Regen und noch besseren Resultaten abschliessen können.

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