European Champion Clubs Cup – Albufeira 2019

Das Männer-Team des LC Regensdorf hat sich mit dem Sieg in der Team-Wertung an den letzten Cross-Schweizermeisterschaften zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte für den European Champion Clubs Cup im Cross qualifiziert.

Bereits am sehr frühen Freitagmorgen reiste die LCR-Delegation nach Basel und von dort direkt nach Faro in den Süden von Portugal. So blieb bei frühlingshaften Wetterbedingungen genügend Zeit für eine optimale Wettkampfvorbereitung.

Leider konnten die drei Läufer, welche mit ihrem Sieg an der Cross-SM die Teilnahme ermöglichten, verletzungsbedingt nicht mit nach Albufeira reisen. Ohne Teamleader Jonas Raess, U23-Schweizermeister Jannis Schönleber und Alain Denzler war bereits vor dem Start klar, dass das Team den angestrebten Platz im europäischen Mittelfeld nur sehr schwer erreichen konnte.

Am Sonntagmittag starteten dann die jeweiligen Landesmeister aus ganz Europa in Albufeira auf einer Crossstrecke wie sie sich jeder Läufer wünscht. Kurzer Rasen mit einigen Sandpassagen – einige Hindernisse und Richtungswechsel, ein stetes Auf und Ab – aber immer gut und schnell zu laufen. In fünf Runden war eine Distanz von 9,7km zu absolvieren.

Bereits kurz nach dem Start war klar, was für einen hohen Stellenwert der ECCC in vielen Ländern hat. Nicht wenige der Mannschaften setzten bei diesen europäischen Meisterschaften auf die Dienste von Söldnern aus Kenia. Diese Läufer machten das Rennen schnell und rissen das Feld der 122 Teilnehmern von Anfang an in die Länge.

Dominik Reich, in den internen Selektionsrennen klar der stärkste vom LCR-Team, seit drei Wochen aber in der Rekrutenschule in Chur, startete am schnellsten und reihte sich in der Mitte des Feldes ein. Leider musste er feststellen, dass wenig Schlaf und stark reduziertes Training, kombiniert mit viel Marschieren und herumstehen, nicht die ideale Wettkampfvorbereitung  ist. Bereits nach fünf Kilometern war bei ihm die «Luft draussen» und er musste das Rennen entkräftet aufgeben.

Dicht dahinter folgte ihm Timo Suter. Der Neo-Regensdorfer und Kaderathlet von Swiss-Orienteering zeigte ein sehr couragiertes Rennen. Er klassierte sich mit einer Zeit von 33:11’ auf dem guten 75. Rang und verdeutlichte, dass sich die beiden Disziplinen Orientierungslaufen und Cross sehr nahe sind und gut ergänzen. Wir freuen uns auf weitere gute Resultate von Timo.

Nr. 61 Timo Suter

Thomas Curiger lief immer in Sichtweite zu Timo, konnte die Lücke auf ihn aber nicht ganz schliessen. Auf den letzten Kilometern büsste Thomas noch etwas für die hohe Anfangs-Pace. Mit grösser werdender Müdigkeit verschlechterte sich seine Laufökonomie und so verlor Thomas noch einige Positionen. Mit Rang 80 und einer Zeit von 33:33’ leistete er aber einen grossen Anteil zum Teamresultat.

Der einzige Läufer mit Erfahrung im internationalen Crosslauf, Nicola Hagger, startete sein erstes Rennen in der Aktivkategorie und über 10km. Nach seiner Teilnahme an den Cross-Europameisterschaften im letzten Dezember legte Nicola nochmals eine kurze Trainingspause ein. Es ist ihm aber gelungen, in wenigen Wochen eine sehr gute Form aufzubauen. Zusammen mit Florian Attinger, auch er ein Neo-LCR’ler im U23-Alter und gelernter Orientierungsläufer, drückte Nicola immer wieder aufs Tempo. Auf den letzten paar hundert Metern zeigte Florian einen imposanten Schlussspurt. Im Ziel fehlte Florian nur noch 2 Sekunden auf Thomas. Mit seinem 82. Rang punktete auch Florian für die Teamwertung. Nicola verteidigte seine Position und finishte in 33:39’ als 85.

Nr. 59 Nicola Hagger, Nr. 63. Florian Attinger

Andreas Rüedlinger, unser Mann mit der grössten Wettkampferfahrung, lief ein sehr regelmässiges Rennen. Er klassierte sich als 92. nur wenige Ränge hinter seinen Teamkameraden.

Leider bestätigte sich dann der Blick in die Rangliste unsere Befürchtung, dass wir in der hintersten Ranglistenregion zu finden sind. Der 17. Rang ist aber im Wissen darum, dass wir nicht in der besten Besetzung am Start waren, gut erklärbar. Es bestätigte sich aber auch, dass jeder Rang zählt und der vierte Mann genauso wichtig ist (bei Punktgleichheit zählt der besser klassierte 4. Läufer des Teams)…

Dieses junge Team lässt hoffen, dass dies nicht der letzte Einsatz des LCR’s an einem ECCC war und sich das Team an den Cross-Schweizermeisterschaften im März bereits wieder das Ticket fürs nächste Jahr sichert!

Zeitungsbericht vom Zürcher Unterländer vom 6.Februar 2019:

ZUMA_027_20190206

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