LCR – Frauen überzeugen in Regensburg (GER)

Bericht: Martin Knill, Foto: Ruedi Meier

 

In Abwesenheit von Gian-Marco Meier (als Coach an der Universiade in Neapel) begleiteten Ruedi Meier und Martin Knill das LCR-Runningteam an die Sparkassen-Gala im deutschen Regensburg. Im Universitätsstadion trafen mehr als 700 Athleten aus über 15 Nationen aufeinander. Die Schweiz wurde unter anderem von einem 6-köpfigen Team des LC Regensdorf vertreten.

 

Bis auf Ravenna Gassmann standen alle Regensdorfer am Samstag während der Laufnacht im Einsatz. Somit reisten wir bereits am Samstagvormittag mit dem Meier-Bus nach Deutschland. Mit im «Gepäck» hatten wir mit Alina Sönnig noch einen Gast von der LV Albis.

 

Michèle Wieland kommt in dieser langen Leichtathletik Saison immer besser in Form. Ihre Formkurve zeigt klar nach oben. Als optimale Vorbereitung für den nächsten 1500m Lauf bei Spitzenleichtathletik Luzern, ging Michèle in Regensburg über 800 Meter an den Start. In einem sehr schnellen Rennen konnte sie von der hohen Pace profitieren und sich mitziehen lassen. Am Ende stand die Zeit von 2:14.07 Minuten auf der Anzeigetafel. Eine klare neue Saisonbestzeit und nur 1.42 Sekunden über ihrer persönlichen Bestzeit. Die Vorbereitung für Luzern läuft also optimal.

 

Als nächstes war die Reihe an Lavignia Lovato und Luca Bass. Beide nahmen die 1500m in Angriff. Als Lavignia am Mittwoch gefragt wurde, «was» sie in Regensburg laufe, war ihre Antwort: «4:50 Minuten». Das Ziel war klar formuliert und genauso couragiert nahm Lavignia das Rennen in Angriff. Auch sie konnte von einer optimalen Serieneinteilung profitieren und war das ganze Rennen lang auf Kurs für eine neue PB. Nach 1000 Metern in 3:11 Minuten lag sogar eine Zeit von unter 4:50 Minuten im Bereich des Möglichen. Mit einem starken Finish bleibt die Zeit für Lavignia bei 4:49.87 Minuten stehen. Zum ersten Mal überhaupt läuft sie somit unter 4:50 Minuten.

 

Luca Bass’ Rennen ging erst nicht so schnell los, sodass er zu Beginn ganz weit vorne im Feld zu finden war. Doch nach der ersten Runde wurde das Tempo kontinuierlich erhöht und Luca büsste ein paar Ränge ein. Leider gelang es ihm in diesem Rennen nicht, sich zu einer guten Zeit mitziehen zu lassen. Die Endzeit von 4:15.86 Minuten liegt deutlich unter den Erwartungen. Da hat Luca auf jeden Fall mehr drauf. Hoffen wir schon bald in einem der folgenden Rennen.

 

Zu später Stunde, standen 4 gemischte Serien über 5000 Meter auf dem Programm. Gemischt darum, weil sowohl Frauen als auch Männer gemeinsam und nach Bestzeit eingeteilt auf die 12 ½ Bahnrunden geschickt wurden.

 

Im ersten Lauf stand Alina Sönnig vom LV Albis im Einsatz. Alina lief ein sehr regelmässiges Rennen. Zu Beginn war sie noch auf Kurs für eine Zeit deutlich unter 18 Minuten, doch bald merkte sie, dass es eher auf eine Zeit um die 18-Minuten-Marke herauslief. Mit einer starken Schlussrunde unterbot Alina diese Marke zum 1. Mal und lief mit 17:58.94 Minuten eine klare neue Bestzeit.

Im dritten von vier Läufen versuchten Alain Denzler und Nicola Hagger ihre persönlichen Bestzeiten zu verbessern. Leider blieb es beim Versuch und die Beiden erwischten nicht ihren besten Renntag. Sowohl Alain als auch Nicola konnten schon früh im Rennen die angestrebten Rundenzeiten nicht mehr halten. Obwohl es in den Trainings läuft, und Alain in Form für eine Zeit von unter 15 Minuten wäre, wollte es an diesem Wochenende noch nicht klappen. Alain lief in 15:44.31 Minuten und Nicola in 16:06.43 Minuten ins Ziel.

 

Am Sonntag, im Rahmen des internationalen Gala-Programms, galt es dann auch für Ravenna Gassmann ernst.

Ravenna hat zurzeit einen Lauf. Praktisch in jedem Rennen in dieser Saison lief sie persönliche Bestzeit. Wieso also nicht auch in Regensburg?

Einfacher gesagt als getan. Denn um ihre Bestzeit über 1500 Meter zu verbessern braucht es erste 1000 Meter in 3:00 Minuten. Fokussiert und ambitioniert nahm die Neu-Regensdorferin das Rennen in Angriff. Sie legte ein hohes Tempo vor und passierte die 1000-Meter-Marke in exakt 3 Minuten. Es lief alles nach Plan und ihre Teamkolleginnen und Coaches feuerten sie lautstark an. Am Ende reichte es, welch Wunder, schon wieder zu einer persönlichen Bestzeit. Aktuell steht sie nun bei 4:33.26 Minuten. Doch wahrscheinlich nicht sehr lange.

 

Die Sparkassen-Gala 2019 war auch in diesem Jahr die lange Reise wert. Wir freuen uns schon auf’s nächste Jahr.

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