Erster Schweizermeister-Titel für Trinity Eberhard

3 Athletinnen vom LC Regensdorf standen am vergangenen Wochenende an den Schweizer Nachwuchs-Meisterschaften in der Halle im Einsatz. Nebst dem Sieg von Trinity Eberhard gewann Sarah Bickel die Silbermedaille im Dreisprung.

Autor: Martin Knill

Fotos: Andreas Bickel, Martin Knill, athletix.ch

400m U20

Eine Woche nach den nationalen Meisterschaften der Aktiv-Kategorie stand Michelle Gröbli ein weiteres Mal am Start über 400 Meter. Im zweiten Vorlauf belegte sie den 2. Rang und lief mit 59.36 Sekunden persönliche Saisonbestzeit in der Halle. Zum Finaleinzug fehlten leider nur 8 Hundertstelsekunden. Trotzdem war dies ein guter Abschluss der Hallensaison für Michelle.

Sarah Bickel am Samstag

Gleich für drei Disziplinen war Sarah Bickel gemeldet. Am Samstag ging ihr Wettkampf mit dem Weitsprung los. Nach einem ungültigen ersten Versuch gelang ihr im 2. Durchgang mit 5.10 Meter ein solider Sprung. Mit dieser Leistung belegte sie den 17. Rang. Bei einem Teilnehmerfeld aus 27 Springerinnen war es sicherlich schwierig die Spannung zwischen den Sprüngen hoch zu halten.

In der zweiten Tageshälfte vom Samstag brach in Magglingen dann das Chaos aus. Kurz vor Schluss der ersten 60m Vorläufe viel die Zeitmessanlage aus. Während Stunden versuchte man diese wieder zu reparieren. Weil niemand wirklich sagen konnte wann es mit den 60m Sprints weitergehen würde, entschied sich Sarah auf den Start zu verzichten um sich optimal auf den zweiten Wettkampftag zu konzentrieren.

 

Trinity Eberhard am Samstag

Trotz Ausfall der elektronischen Zeitmessanlage wurde zu den Vorläufen über 1000 Meter gestartet. Die Geduld und Nerven sämtlicher Athletinnen und Athleten wurden so richtig auf die Probe gestellt. Zuerst wurde von mindestens 1 Stunde Verspätung gesprochen, dann ging alles dann doch schneller. Nachdem die erst falsche Serieneinteilung nochmals korrigiert wurde, konnte Trinity mit ca. 45 Minuten Verspätung im ersten Vorlauf über 1000 Meter an den Start gehen. Und wenn man denkt «schlimmer geht’s nicht mehr», dann geht’s in Magglingen noch schlimmer. Nach einer Fehlzündung der Starterpistole musste ein zweites Mal gestartet werden. Doch irgendwie konnten diese Vorkommnisse die Nachwuchsläuferin nicht aus der Ruhe bringen. Mit einem kontrollierten Lauf qualifizierte sie sich als Zweite ihres Vorlaufs in 3:11.40 Minuten ohne Probleme für den Final vom Sonntag.

 

 

 

 

 

 

Goldmedaille für Trinity Eberhard

Am Sonntag funktionierte in Magglingen dann wieder alles reibungslos. Nachdem die Taktik für das Rennen besprochen wurde, ging es für Trinity pünktlich um 13:50 Uhr los. Mit der zweitschnellsten Bestzeit aller Läuferinnen im Final durfte sie sich berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille machen. Dass sie bei wichtigen Rennen stets ihr ganzes Potential abrufen kann, hat sie an diversen Mille Gruyère Finals schon bewiesen. Mit dem nötigen Selbstvertrauen und einem Plan startete sie ins Rennen. Die ersten 750 Meter lief sie stets an zweiter Position hinter Fiona von Flüe vom TV Cham. Ihre zwei grössten Gegnerinnen waren kurz davor zum Spitzenduo aufzuschliessen, als Trinity zu ihrem fulminanten Finish startete. Mit einem unwiderstehlichen Antritt übernahm sie etwas mehr als eine Runde vor Schluss die Spitze und riss sogleich ein Loch zu ihren Verfolgerinnen. Mit letzten 200 Metern in 32.71 Sekunden lief sie ungefährdet zu ihrem ersten Schweizermeistertitel. Als wäre das nicht schon genug – ihre Siegerzeit von 3:00.45 Minuten bedeuteten eine neue persönliche Bestzeit.

Für eine solche Leistung reicht Talent alleine nicht mehr. Mit viel Trainingsfleiss und Disziplin hat sich die bald 15-jährige Nachwuchsläuferin den Titel hart erarbeitet.

Silbermedaille für Sarah Bickel

Auch die Sarah Bickel zählte aufgrund ihrer persönlichen Bestleistungen zu den Medaillenanwärterinnen an den diesjährigen Meisterschaften.

Sarah zeigte einen veritablen Steigerungslauf. Oder sagt man Steigerungssprung? Ohne Probleme qualifizierte sie sich für die 3 Finaldurchgänge der besten 8 Springerinnen. Nach Sprüngen auf 11.28 und 11.29 Meter lag sie vor dem letzten Durchgang auf dem dritten Platz. Mit ihrem letzten Versuch steigerte sich Sarah auf 11.53 Meter, erzielte ihre zweitbeste Weite überhaupt und gewann sensationell die Silbermedaille.

 

 

 

 

 

 

 

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