Jannis Greile gewinnt Mille Gruyère Schweizer Final 2020

Beim grossen Finale des Nachwuchsprojekts von Swiss Athletics, Mille Gruyère (1000m) in Monthey gewinnt Jannis Greile zum zweiten Mal in Folge. Trinity Eberhard lief bei ihrer letzten Teilnahme auf Rang 2. 

Autor: Martin Knill, Fotos: Martin Knill, atheltix.ch

In diesem Jahr konnten sich 5 Läuferinnen und Läufer des LCR Nachwuchs über die regionalen Ausscheidungsläufe für den Schweizer Final vom 26. September in Monthey qualifizieren. Die Jahrgänge 2010 – 2005 waren für den Schweizer Final zugelassen. Dieser Wettkampf war sowohl der Höhepunkt als auch der Abschluss einer erfolgreichen Bahnsaison 2020 für den LCR Runningnachwuchs. 

Der Wettkampf fand wie im letzten Jahr (Locarno) nicht gerade in der Nähe von Regensdorf statt. So reisten die meisten Läuferinnen und Läufer bereits am Freitag mit ihren Eltern ins Wallis und übernachteten dort. So konnten sie sich auch etwas auf die Rennbedingungen einstimmen. Denn mit viel Regen und Temperaturen um 5 Grad war es in der Region von Monthey alles andere als gemütlich. 

Am Wettkampftag selbst lies der Regen nach. Nur die Temperaturen bleiben deutlich unter der 10-Grad-Grenze. Trotzdem standen sämtliche Kinder mit viel Vorfreude und etwas Nervosität auf dem Platz bereit. 

Knaben 2009 

Den Auftakt aus Sicht des LCR machten Dario Erny und Max Wollscheid. Beide konnten sich am Regionalfinal auf dem Wisacher für den Schweizer Final qualifizieren. Sowohl Dario als auch Max sammelten im letzten Jahr erste Erfahrungen am Schweizer Final und waren heuer also nicht mehr die Jüngsten. 

Lange Zeit lief Max vor Dario, deutlich in der vorderen Hälfte des 27-köpfigen Feldes. Auf den letzten 200 Metern kam Dario dann immer näher und die beiden Jungs lieferten sich auf der Zielgeraden ein spannendes Duell. Knappe 34 Hundertstelsekunden kam Dario vor Max ins Ziel. Mit den Rängen 11 und 12 dürfen sie zufrieden sein. 

Knaben 2008 

Bei den Knaben mit Jahrgang 2008 konnte sich Jannis Greile bereits zum dritten Mal in Folge für den Final qualifizieren. Nach dem 5. Rang bei seinem ersten Final konnte er sich im vergangenen Jahr die Goldmedaille umhängen lassen. Und auch in diesem Jahr hat Jannis grosse Fortschritte gemacht. Doch eine Verletzung in den Sommerferien zwangen ihn zu einer Pause und einigen alternativen Trainings. Mit viel Ehrgeiz und regelmässigen Trainings schaffte es Jannis trotzdem in guter Form an der Startlinie zu stehen. Er ging das Rennen zügig, aber nicht übermütig an. Stets in der Spitzengruppe laufend verschaffte er sich eine gute Ausganslage für das Finish. Auf der Zielgeraden waren es nur noch Jannis und ein weiterer Läufer, welche den Sieg unter sich ausmachten. Jannis lief nicht nur als Sieger über die Ziellinie, nein, er lief auch zum 1. Mal überhaupt unter 3 Minuten. Seine neue PB steht nun bei 2:59.83 Minuten. Damit überraschte er nicht nur sich selbst, sondern auch seine Familie und den Trainer. 

Knaben 2007 

Bei den Knaben mit dem Jahrgang 2007 konnte sich Petter Oster erneut für den Final qualifizieren. Petter, welcher im letzten Jahr sensationell die Silbermedaille gewonnen hatte, war auch in diesem Jahr in guter Form. 

Bei den Knaben mit Jahrgang 2007 sind die Leistungsdichte und das Niveau ausserordentlich hoch. So kam es in diesem Jahr zu einem Solosieg eines Läufers aus Genf, welcher erst in dieser Saison „aufgetaucht“ war. Kein anderer Läufer aus dem Feld konnte das horrende Tempo mitgehen. Diese spezielle Situation war wahrscheinlich auch ein Grund dafür, weshalb Petter irgendwie nie richtig im Lauf angekommen ist. Sein Rennen war sehr unrhythmisch und kostete aufgrund der Tempowechsel viel Kraft, welche dann zum Schluss fehlte. 

Doch trotz allem, Petter lief nur ganz knapp langsamer als seine Bestzeit. Mit 2:55.24 verpasse er Diese um nur gerade zwei Hundertstelsekunden. Dass Petter mit dem 8. Rang nicht sonderlich zufrieden war zeigt, dass er über viel Ehrgeiz verfügt. Wir sind gespannt auf seine Reaktion in der nächsten Saison. 

Mädchen 2005 

Als einzige weibliche Läuferin vom LCR konnte sich in diesem Jahr erneut Trinity Eberhard für den Final qualifizieren. Mit Jahrgang 2005 gehört sie zu den ältesten Teilnehmerinnen und das Nachwuchsprojekt Mille Gruyère nimmt für sie in diesem Jahr ein Ende. Ab dem kommenden Jahr ist sie nicht mehr startberechtigt. 

Trinity kann auf eine äusserst erfolgreiche Mille Gruyère Zeit zurückblicken. Seit 2015 stand sie jedes Jahr auf dem Podest und holte bisher 2 Siege. 

Um 14:40 Uhr startete die Mission Titelverteidigung von Trinity. Aufgrund der Saisonbestenliste, wo Trinity auf Rang 2 lang, war die Titelverteidigung ein realistisches Ziel. Dass Trinity in einer ausgezeichneten Form ist, zeigte sie in den letzten Trainings vor dem Rennen. Doch die Dauerrivalin, Sabella Tesfaye von Stade Genève, lief in dieser Saison schon über 3 Sekunden schneller als die Regensdorferin. Es stand also ein spannendes Rennen bevor. 

Das Teilnehmerinnenfeld war am Mille Gruyère Final mit 29 Läuferinnen sehr gross. So kam es zu einem sehr hektischen Start. Trinity wie auch ihre stärksten Gegnerinnen erwischten aber einen guten Start. Nach 200 Metern war bereits klar, dass Tesfaye mit einem sehr schnellen Rennen den Sieg von der Spitze aus holen wollte. Trinity positionierte sich sofort hinter Tesfaye und konnte sich vom Tempo der Genferin ziehen lassen. Je länger das Rennen dauerte, desto mehr Konkurrentinnen verloren den Anschluss zu den Spitzenläuferinnen. In einem regelmässig schnellen Rennen passierten die Spitzenläuferin und Trinity die 800m-Marke in 2:20 Minuten. Nun stellte sich die Frage: „Reichen die Reserven, um Tesfaye noch abzufangen?“. Auf der Zielgeraden versuchte die Regensdorferin nochmal alles, doch die Genferin konnte eine Lücke aufreissen und das Rennen für sich entscheiden. Dahinter lief Trinity ungefährdet auf den 2. Rang. 

Mit einer Zeit von 2:57.50 Minuten blieb die Läuferin aus Oberweningen nur gerade 1.5 Sekunden über ihrer persönlichen Bestzeit. Und sie konnte das Projekt Mille Gruyère sehr erfolgreich abschliessen. Keine andere Läuferin mit Jahrgang 2005 war an jedem Final dabei und somit ist Trinity auch die einzige Läuferin, welche jedes Jahr auf dem Podest stand. 

Links zu den verschiedenen Rennen: 

Max und Dario 

Jannis 

Petter 

Trinity 

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