Autorin: Lucienne Chrétien / Bilder: Athletix

Auch in diesem Jahr erfreute sich das Abendmeeting wieder grösster Beliebtheit. Wie immer zog es einen grossen Teil der Laufelite der Schweiz auf den Wisacher.

Das Wetter meinte es gut und vergönnte den Leichtathleten und Leichtathletinnen in diesem meist verregneten Jahr ein wortwörtliches Sommermeeting. Bei über 30 Grad eröffneten die Stabhochspringenden und Diskuswerfenden um sechzehn Uhr den sonnenreichen Wettkampftag auf dem Wisacher. Im Diskus zeigte der SM Silbermedaillengewinner Alexander Heid als ehemaliger LCR Athlet eine starke Leistung, zum zweiten Mal in dieser Saison warf er den Diskus jenseits der 50m Marke. Die Teilnehmenden der technischen Disziplinen waren somit schon mitten im Wettkampfgeschehen, als sich der Sportplatz zusehends mit Startenden der Laufdisziplinen, dem Schwerpunkt des Meetings, füllten.

Nachdem die meisten Läufer:innen im Juli einen Trainingsblock im Engadin absolvieren, ist das Abendmeeting in Regensdorf für viele ein fixer Programmpunkt zu Beginn der zweiten Saisonhälfte. Die Veranstalter erfreuten sich deshalb auch in diesem Jahr an grossen Athletenfeldern und vielen starken Leistungen.

Den Anfang machten die U16 Läufer:innen über 600m und 2000m mixed (Jungen und Mädchen zusammen). Darunter auch zwei LCR-Mitglieder. Jannis Greile meisterte die Spätnachmittagshitze gut und überquerte die Ziellinie nach 600m mit einer deutlichen neuen persönlichen Bestzeit von 1:36.81, was ganze 6 Sekunden schneller ist als bisher. Über die gleiche Distanz startete kurz darauf auch Maude Schildknecht und absolvierte diese in 1:55.99 eine neue PB verpasste sie somit nur ganz knapp.

Langsam aber sicher herrschte reges Treiben auf dem Wettkampfgelände, als die Startschüsse für die Langsprinter fielen. Für sie galt es, eine einzelne Bahnrunde so schnell wie möglich zu bestreiten. Vom LCR machten sich dafür Alessio Büchi, Alessandro Marchica, Axel Oster, Michelle Gröbli, Deborah Steinlin, Trinity Eberhard, Leana Wanner, Sina Laube und Riccarda Fritschi in den Startblöcken bereit. Mit einer Zeit von 54.33 respektive 60.28 freuten sich Axel Oster und Sina Laube je über ein Resultat klar unter ihrer bisherigen 400m Zeit.

Insbesondere die 1500m, jedes Jahr eines der Highlights des Meetings, sind stets gut besetzt. Wie immer wurde in jeder der fünf Serien der Frauen und Männer ein:e Pacemaker:in organisiert, um den Startenden ein top Rennen zu ermöglichen. Rund 140 Läufer:innen nahmen die 3 3/4 Bahnrunden unter die Spikes. Der coronabedingte Rekord vom letzten Jahr mit knapp 200 Teilnehmenden, darunter aussergewöhnlich vielen internationalen Läufer:innen, wurde dieses Jahr allerdings nicht wieder erreicht. Spannende Rennen gelaufen und zahlreiche gute Resultate erzielt wurden aber auch im 2021 – sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen konnten rund 60 Prozent der Klassierten ihre bisherige persönliche Bestzeit oder Saisonbestleistung nach unten korrigieren. Von den gestarteten LCR Mitgliedern gelang dies Guilherme Santos (3:56,13), Luca Bass (4:07.20), Aline Laube (4:56.42), Fiona Lang (5:07.61) und Suhely Durgauhee (5:17.72). Ebenfalls für den LCR über 1500m am Start waren Urs Schönenberger, Matthias Schöpfer, Omid Shams, Nadine Allemann, Lavignia Lovato, Annika Vetterli, Joëlle Bachmann und Vivianne Rutz.

Nun wurden Hürden aufgestellt und der Wassergraben in Betrieb genommen. Die beiden Steeple-Läufer Michael Curti und Thomas Dugré, beide vom LC Therwil, starteten in ihr Zweimannrennen. Trotz einsamem Laufen gelang Michael Curti eine PB in einer starken Zeit von 8:39.78, die sich auch auf der Schweizer Betsenliste wiederfinden wird.

Zum Abschluss des Wettkampftages drehten die 5000m Läufer auf der sonnenwarmen Tartanbahn ihre Runden. Bereits bei Scheinwerferlicht lief Franco Noti als Pacemaker für die zwei schnellsten Athleten zügig los und das Teilnehmerfeld der ersten Serie zog sich bald in die Länge. Morgan Le Guen und Luca Noti konnten die angeschlagene Pace von Franco Noti durchziehen und blieben unter den 13:50, was für beide eine starke Zeit und eine neue persönliche Bestleistung bedeutete. Ein erfreuliches Resultat für den LCR erzielte Nicola Hagger, der die Distanz fast 6.5 Sekunden schneller zurücklegte als bis anhin und somit eine neue Bestzeit von 15:28.77 verzeichnen konnte.

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