Autorin: Annika Schöpfer
Das Pfingstwochenende stand erneut ganz im Zeichen der Leichtathletik. Zahlreiche Athletinnen und Athleten des LCR nutzten die Meetings bei sommerlich heissen Bedingungen für starke Leistungen und persönliche Bestzeiten zum Saisonauftakt.
Zofingen
In Zofingen setzte Alessandro Marchica über 400 m ein Ausrufezeichen. Mit 50.91s blieb er erstmals unter der 51-Sekunden-Marke und stellte eine neue persönliche Bestzeit auf. Ebenfalls stark präsentierte sich Nicholas Mollet, der bei seinem ersten Start über 400 m hervorragende 55.93s lief.
Über 800 m sorgte Filippo Moggi für das Tempo. Yannic Dubacher musste nach einer Erkältung etwas Tribut zollen und konnte das hohe Tempo nicht ganz mitgehen. Dafür glänzten Jannis Greile mit starken 1:59.00 min und Max Wollscheid lief ebenfalls eine neue Bestzeit von 2:04.54 min.
Bei den Frauen lief Annina Mösching (LV Wettingen-Baden) nach verhaltenem Start ein starkes Rennen und erreichte ausgezeichnete 2:08.94 min. Auch Leana Wanner zeigte bei ihrem ersten 800-m-Rennen der Saison eine solide Leistung. Laura Kasicka und Nuria Billeter wurden ebenfalls mit neuen persönlichen Bestzeiten belohnt.
Zum Abschluss zeigte Levia Schaden über 400 m Hürden ein gelungenes Rennen. Trotz noch nicht perfektem Rhythmus darf sie mit ihrem Auftritt sehr zufrieden sein.
IFAM Brüssel
Am international stark besetzten IFAM-Meeting in Brüssel standen fünf Athletinnen und Athleten im Einsatz. Den Auftakt machten Michelle Gröbli und Robin Oester, die beide einen ausgezeichneten Wettkampftag erwischten. Michelle Gröbli lief in 2:04,08 Minuten die drittschnellste Zeit ihrer Karriere. Robin Oester überzeugte mit starken 1:47,52 Minuten und unterstrich damit seine gute Form im Hinblick auf die kommenden Rennen.
Später am Abend trat Loris Pellaz über 5000 Meter an. Dabei konnte er sein Potenzial noch nicht vollständig ausschöpfen, sammelte jedoch wertvolle internationale Erfahrungen.
Franziska Schindler startete über 1500 Meter und musste das Rennen über weite Strecken selbst gestalten. Dennoch überzeugte sie mit hervorragenden 4:20,70 Minuten und zeigte, dass bei optimalen Bedingungen bald wieder Zeiten unter der Marke von 4:20 Minuten möglich sind.
Auch Fanny Goy wusste zu überzeugen. Nach einem fast halbjährigen Aufenthalt in Australien mit völlig anderen Trainingsbedingungen, ist sie nun zurück in Europa und lief starke 4:33,80 Minuten. Damit kam sie ihrer persönlichen Bestleistung sehr nahe.
Susanne Meier Memorial Meeting Basel
Am Pfingstmontag eröffneten die 1500-Meter-Läufe das Meetingprogramm. Der eigentliche 800-Meter-Spezialist Rafael Zimmermann wagte nach seinem soliden Auftritt am Samstag in Zofingen, nun auch die längere Distanz. Er hielt sich von Beginn an gut in der Gruppe und belohnte sich mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 3:58.29 Minuten.
Bei den Frauen zeigte Annika Schöpfer ebenfalls ein starkes Rennen. Sie lief die zweitschnellste 1500-Meter-Zeit ihrer Laufkarriere und verpasste die angestrebte SM-Limite nur um knapp eine Sekunde. Auch Marion Ryser überzeugte nach längerer Bahnabstinenz mit einer persönlichen Bestleistung und blieb erstmals deutlich unter der Fünf-Minuten-Marke.
Über 400 Meter meldete sich Karin Disch nach langer Verletzungspause eindrücklich zurück. Mit starken 53.92s tankte sie wichtiges Selbstvertrauen für die kommenden Wettkämpfe. Auch Trinity Eberhard und Levia Schaden präsentierten sich in hervorragender Form und durften sich beide über neue persönliche Bestzeiten freuen
(55.56 s / 56.52 s).
Ein wiederum weiteres Ausrufezeichen setzte Alessandro Marchica. Nachdem er bereits am Samstag seine Bestmarke verbessert hatte, steigerte er sich erneut deutlich. Mit 50.31s dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis er erstmals die 50-Sekunden-Marke unterbietet.
