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Kantonale Mehrkampfmeisterschaften, Jona

männliche Jugend, Junioren und Aktive
Autor: Philippe Renevey
Susis Fabel-Zehnkampf und Samuel Wunderlis Goldmedaille bildeten die Highlights der diesjährigen kantonalen Mehrkampfmeisterschaft. Pech hatten dagegen Päde Habegger und Christoph Häfliger, die sich knapp mit Rang vier zufrieden geben mussten.
Bei strahlendem Spätsommerwetter ging am Samstag der erste Tag des Zehnkampfs über die Bühne. Und auch dieses Jahr waren gleich wieder fünf Athleten am Start, die diese Strapazen über sich ergehen lassen wollten. Der Sonntag zeigte sich dann aber wieder eher von der herbstlichen Seite und bei kalten Temperaturen regnete es in Strömen. Und diesen Sonntag hatten sich auch drei der männlichen Jugend B für Ihren Sechskampf ausgesucht…
Susi hatte sich für diesen Zehnkampf sehr viel vorgenommen. Sie wollte nicht nur erstmals über 4000 Punkte erreichen, sondern hatte sich gleich 4250 Punkte zum Ziel gesetzt. Mit 12.83s über 100 Meter startete sie verhalten in den Wettkampf, drehte dann aber im Weitsprung mächtig auf und sprang mit 5.77m gleich einen halben Meter weiter als jemals zuvor. Mit konstant guten Leistungen im Kugelstossen (8.06m), Hochsprung (1.55m) und im 400-Meter-Lauf (56.36s) schloss sie den ersten Tag mit für sie sehr guten 2375 Punkten. Den zweiten Tag eröffnete Susi denn auch gleich wieder mit einem neuen Rekord: Mit 20.67s über 110m Hürden war erstmals ein Lauf unter 21s geglückt. Nach zufrieden stellender Leistung im Diskus (19.40m) zeigte Susi, dass sie heute hoch hinaus wollte: Sie übersprang im Stabhochsprung erstmals die Höhe von 3.20m und verbesserte sich damit in diesem Jahr um ganze 60cm! Nachdem Ihr auch der Speer mit 34.71m geglückt war, war klar, dass die 4000 Punkte locker geknackt würden. Und dank einem sehr guten 1500m-Lauf in 4:50.80 erreichte sie schliesslich die phänomenale Punktzahl von 4320 Punkten!!! – Bestleistung um über 300 Punkte und Ziel um 70 Punkte übertroffen…
Chrigi blieb im Sprint mit 12.63s knapp hinter seiner Bestleistung zurück, übertraf diese jedoch im Weitsprung mit 5.61 klar. Danach folgten im Kugelstossen (7.81m) und im Hoch (1.45m) Leistungen im gewohnten Rahmen. Im 400-Meter-Lauf konnte Chrigi seine Bestzeit in 56.64s nochmals leicht unterbieten und beendete den ersten Tag damit mit zufrieden stellenden 2169 Punkten. Der verregnete zweite Tag gelang ihm dann aber nicht mehr so gut: Hürden 21.73s, Diskus 18.18m, Stab 2.60m, Speer 31.89m und 1500m 5:28.78. All diese Leistungen liegen unter Chrigis Möglichkeiten, aber wir wollen die Schuld dafür wohl einmal dem Regen geben. – Damit erreichte Chrigi 3627 Punkte und blieb 130 Punkte hinter seiner Bestleistung zurück.
Päde zeigte einen sensationellen ersten Tag und stellte gleich in jeder Disziplin einen gewaltigen neuen persönlichen Rekord auf: Er verbesserte sich im Sprint um eine viertel Sekunde (12.27s), im Weit um einen viertel Meter (5.92m), im Kugelstossen um über einen halben Meter (9.86m), im Hoch um ganze sieben Zentimeter (1.83m)
und im 400-er um eine ganze Sekunde (56.77s). Damit hatte er sich 2828 Punkte erkämpft und war um 250 Punkte besser gestartet als bei seinem letztjährigen Titelgewinn. In der Zwischenrangliste lag er auf Rang zwei mit knappem Rückstand auf den Ersten. – Und auch der zweite Tag startete gut für Päde: Knapp über seiner Bestleistung im Hürdenlauf (18.19s) und mit Diskusrekord von fast drei Metern (26.43m). Doch dann kam der Stabhochsprung, der sich langsam zu seiner Angstdisziplin zu entwickeln scheint: An seinem ersten Zehnkampf im letzten Jahr verletzte sich Päde auf der Sprungmatte und beendete den Wettkampf danach hinkend. Und auch dieses Jahr war wieder der Wurm drin: Heftigster Regen verwandelte den Sprungstab in eine glitschige Masse und Päde verlor bei jedem Sprung den Halt am Stab. So kam es, dass er seine Anfangshöhe von 2.80m nicht zu meistern vermochte und sich im Stab einen Nuller schreiben lassen musste. Damit rutschte er vom dritten auf den vierten Zwischenrang ab. – Doch Päde zeigte Charakter und sportliche Fairness und beendete den Wettkampf trotzdem! – Den Speer schleuderte Päde auf gute 42.73m und im 1500-Meter-Lauf gab er noch sein letztes und kam in 5:23.78 ins Ziel. Damit resultierten schliesslich 4642 Punkte, was trotz dem Nuller im Stab einer neuen Bestleistung von 100 Punkten entspricht. Schade nur, dass er sich schliesslich trotz den sensationellen Leistungen nur mit dem vierten Rang zufrieden geben musste.
Samuel Wunderli trat seinen Zehnkampf als klarer Favorit bei den männlichen Jugend A an. Im Sprint (11.65s), Diskus (27.62m) und Speer (34.97m) zeigte er am ersten Tag zufrieden stellende Leistungen. Dafür übersprang er im Stabhochsprung seine Bestleitung von 4.10m und lief über 400 Meter in starken 55.25s ins Ziel: Eineinhalb Sekunden schneller als jemals zuvor. Den zweiten Tag eröffnete Sam mit Bestleistung über 110m Hürden (16.09s) und den üblichen Resultaten in den anderen Disziplinen: 6.13m im Weit, 11.11m im Kugelstossen, 1.85m im Hoch und 5:55.59 über 1500m. Damit sicherte er sich die Goldmedaille mit 5586 Punkten und mit 260 Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten.
Marco Lo Presti zeigte im gleichen Zehnkampf eine beeindruckende Serie von Bestleistungen: 12.21s im Sprint, 24.75m im Diskus, erstmals über 3 Meter im Stabhochsprung (PB bisher 2.40m), 25.96m im Speer und die 400m bewältigte er in sehr guten 55.52m. Am zweiten Tag verbesserte Marco seinen Rekord in seiner Paradedisziplin, dem Hürdenlauf, um fast eine ganze Sekunde (16.59s). Im Weitsprung sprang er mit 5.71m ebenfalls neuen Rekord, nur im Kugelstossen blieb er mit 9.58m knapp unter seiner PB. Doch mitten in dieser glänzenden Serie von Bestleistungen und auf dem Weg zu einem fabelhaften Zehnkampf Ergebnis wurde Marco von Schmerzen in seinem Fuss überwältigt. Diese waren leider so stark, dass Marco den Wettkampf aufgeben und sich vom Orte einstiger Trainingslager abholen lassen musste…
Doch auch bei den Jugend B verblieb von den fünf angemeldeten lediglich einer im Wettkampf: Christoph Häfliger wagte sich an seinen ersten Mehrkampf und überzeugte schon von Beginn weg: Den Hürdenlauf (17.14s) und den Diskus (26.42m) hatte er noch nie wettkampfmässig absolviert, konnte aber dennoch gut mit den besten mithalten. Die Leistungen im Weitsprung (4.98m) und im Kugelstossen (9.20m) sind angesichts der garstigen Witterung durchaus gut, nur im Hochsprung war irgendwie der Wurm drin: So musste sich Christoph dort mit lediglich 1.50m zufrieden geben. Den abschliessenden 1000-Meter-Lauf bestritt er zum allerersten Mal. Deshalb beliess er es dabei, in der Mitte des Feldes mitzulaufen du erst am
Schluss anzugreifen. Die Taktik ging gut auf und er erreichte damit die sehr gute Zeit von 3:22.89. Damit resultierten schliesslich 3050 Punkte, aber leider auch bei ihm nur der vierte Rang.
Fabio Mariani (Hürden 18.06s, Weit 4.43m, Kugel 9.45m) und Lukas Kuhn (Hürden 21.57s, Weit 3.71m, Kugel 7.38m) gaben den Wettkampf auf.

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