Autor:Ruedi Meier
Fotos:  mirko_blaettler

Internationales Hauptprogramm 
Das Berner Citius-Meeting war auch in diesem Jahr international sehr gut besetzt. Als amtierender 800m Schweizermeister und Saisonschnellster, bekam Robin Oester die gute Gelegenheit, sich in einem Weltklassefeld zu bestätigen. Da 9 Läufer mit einer deutlich schnelleren PB gemeldet waren, hiess seine Devise „dran“ bleiben. Robin lief ein sehr gleichmässiges Tempo. Einzig als nach 500m einer der Konkurrenten unvermittelt vor ihm aus dem Rennen ausstieg, klaffte eine kleine Lücke, die er bis zum Schluss nicht mehr ganz schliessen konnte.  Nach dem Höhentrainingslager und vielen Prüfungen in den letzten Wochen, kann Robin mit seiner Zeit von 1:48.28 sehr zufrieden sein. Mit dem achten Rang gewann er noch 25 Zusatzpunkte für das Worldranking erzielte, was für kommende Grossanlässe von Bedeutung sein könnte. 

Vorprogramm 
Im Vorprogramm vom Nachmittag erhielten vom LCR Runningteam insgesamt 15 LäuferInnen einen Startplatz. Bei einigen Disziplinen waren auch hier sehr starke AusländerInnen am Start, weshalb es sehr gute und schnelle Rennen zur Folge hatte. 

Die LCR-Einsätze begannen mit dem 800m Lauf der Frauen. In der dritten Serie übernahm Nadine Allemann von Beginn an mutig das Zepter und sorgte für ein schnelles Tempo. Meist direkt hinter Nadine reihte sich Leana Wanner ein und wurde dritte. In der gleichen Serie konnte Annika Vetterli ebenfalls über sich hinaus wachsen. Alle drei Läuferinnen verbesserten ihre PB um mehr als eine Sekunde. 

Bei den Männern standen insgesamt sechs 800m Läufer des Runningteams am Start. In der 1. Serie, die in 1:49.60‘ von Jonas Schöpfer gewonnen wurde, lief Guilherme Santos als achter eine klare neue Bestzeit. Marc Bill, der sich erst seit kurzer Zeit dem Runningteam angeschlossen hat, war mit seinem 9. Rang nicht zufrieden. Timo Roth hielt sich auf den ersten 600m meist an der Spitze der 2. Serie auf, musste sich aber auf den letzten 200m noch überspurten und mit Rang vier zufrieden geben.  Omid Shams durfte mit dem siebten Rang zufrieden sein, wie Matthias Schöpfer, der sich formmässig deutlich steigern konnte. Luca Bass verpasste in der 3. Serie eine Sub2-Zeit nur ganz knapp. 

Im Lauf über 400m der Frauen lieferten sich Michelle Gröbli und Karin Disch ein Fernduell. 
Dank der besseren PB von Michelle erhielt sie einen Startplatz in der ersten Serie mit fünf schnellen Ausländerinnen. Sie konnte bis zur 200m-Marke an der vor ihr gestarteten Hollänerin dranbleiben, büsste aber auf den letzten Metern für das schnelle Anfangstempo. Karin startete in der zweiten Serie etwas verhaltener und konnte dafür aber auf der Zielgeraden den Rest der Serie distanzieren. Mit Sicherheit fällt die 55er-Barriere schon bald.  

Im 3000m Lauf der Frauen startete Lavignia Lovato mit einem schnellen ersten Kilometer, konnte aber bald ihr eigenes Tempo laufen und ihre PB um rund 32 Sekunden verbessern. Im Lauf über 3000m der Männer standen mit Urs Schönenberger, Loris Pellaz und Nicola Hagger drei LCR Langstreckenläufer im Einsatz. Urs konnte lange in der Spitzengruppe mitlaufen, ehe er den  nachmaligen Sieger (8:00’) ziehen lassen musste. Urs gelang nach einer Verletzungspause von fast einem halben Jahr, ein starkes Comeback. Als dritter verbesserte er seine „alte“ PB um über zwölf Sekunden und liegt nun in der ewigen LCR TopTen Bestenliste mit 8:16.50‘ an dritter Stelle. Loris Pellaz, der nach Teilnahme an der U23-EM eine Trainingspause einlegte und sich nun auf die Nachwuchs-SM und die Crossläufe fokussiert, ging das Rennen vorsichtig an, blieb aber nur 11“ unter seiner PB. Mit einem sehr regelmässigen Tempo konnte Nicola seine PB deutlich auf 8:54.30‘ verbessern.   

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